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Ukrainisches Werk von Vetropack beschädigt

Das Vetropack-Werk in der Nähe von Kiew wurde durch militärische Aktionen stark beschädigt. Eine rasche Wiederaufnahme der Produktion werde nicht möglich sein, teilt das Unternehmen mit.

von pd

Vetropack-Standort Gostomel (vor Beginn der Auseinandersetzungen) (Vetropack)
Der ukrainische Produktionsstandort des Schweizer Glasverpackungsherstellers Vetropack ist durch militärische Aktionen stark beschädigt worden. Das Unternehmen teilt mit, es habe keine Verletzten gegeben. Vetropack hatte bereits am 24. Februar die Produktion in Gostomel bei Kiew aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die Mitarbeitenden sind bei vollem Gehalt freigestellt.
«Wir sind froh, dass wir uns rechtzeitig zur Aussetzung unserer Produktion entschieden haben. Dadurch konnten wir verhindern, dass es bei diesem Vorfall zu Opfern unter unseren Kolleginnen und Kollegen gekommen ist», wird Johann Reiter, CEO der Vetropack Holding AG, zitiert.
Das Ausmass der Schäden in Gostomel ist unklar, die Situation sei schwierig und wegen weiterer möglicher Militäraktionen gefährlich, heisst es weiter. Klar sei aber, dass Teile der Produktion schwer beschädigt worden seien und dass eine zeitnahe Wiederaufnahme der Produktion nicht mehr möglich sei.
Vetropack produziert in Gostomel mit drei Schmelzwannen und acht Produktionslinien unterschiedliche Glasverpackungen. Gostomel wurde 2006 von Vetropack übernommen, ist einer von neun europäischen Produktionsstandorten des Unternehmens und trug 2021 rund zehn Prozent zum Umsatz und zum EBITDA von Vetropack bei.