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Lindt & Sprüngli geschäftet weiter in Russland

Lindt & Sprüngli verkauft weiterhin Schoggi in Russland - und spendet eine Million Schweizer Franken, um Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen.

von mos

Lindt & Sprüngli betreibt in Russland acht eigene Shops, unter anderem in Vnukovo (Bild). (zVg)
Trotz dem Krieg in der Ukraine hält der Schweizer Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli sein Russlandgeschäft am Laufen. «Wir versorgen den russischen Markt weiterhin – so wie das auch die anderen Lebensmittelhersteller tun», sagte CEO Dieter Weisskopf am Dienstag bei der Bilanzmedienkonfeferenz (foodaktuell berichtete). Dabei halte man sich an alle geltenden Sanktionen.
«Wir verkaufen keine Waffen und kein Öl», antwortete Weisskopf auf den Einwand eines Journalisten, Lindt & Sprüngli verkaufe in Russland keine Grundnahrungsmittel, sondern Luxusprodukte. Droht Lindt & Sprüngli ein Imageschaden, wenn die Firma weiterhin in Russland aktiv ist? In der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat werde diese Frage laufend diskutiert, ein Entscheid sei noch nicht gefallen, sagte Weisskopf. Auch ob man die Läden in Russland überhaupt offen halten könne und was der Sinkflug des Rubels für das Russlandgeschäft bedeute, könne man aktuell noch nicht sagen.
Keine Lieferung mehr in Ukraine
Lindt & Sprüngli betreibt in Russland acht eigene Shops und beschäftigt 125 Angestellte. Der erste russische Lindt-Shop öffnete 2016 in Moskau die Tore. In der Ukraine ist Lindt & Sprüngli nicht mit eigenen Läden präsent, sondern arbeitet mit einem Distributionspartner zusammen. Lieferungen in die Ukraine sind laut Weisskopf nicht mehr möglich. Insgesamt erzielt Lindt & Sprüngli in Russland und der Ukraine weniger als 1 Prozent des Gesamtumsatzes, also weniger als 45 Millionen Franken, wie Weisskopf sagte.
Der CEO kündigte an, dass Lindt & Sprüngli dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) eine Million Franken spenden werde, um den Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen.