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Beim Einkaufen den CO2-Ausstoss ausgleichen

Ab sofort können Kundinnen und Kunden, die online bei der Migros einkaufen, die Emissionen des eigenen Einkaufs kompensieren. Für einen Liter Milch kostet die Kompensation zum Beispiel vier Rappen.

(Screenshot Migros Online)

Das Geld aus dem freiwilligen Klimabeitrag fliesst in den M-Klimafonds. Mit diesem Fonds finanziert die Migros zusammen mit dem Klimaschutzberater myclimate Klimaschutzprojekte in der eigenen Migros-Lieferkette. Ein solches Projekt ist etwa ein Agroforstprojekt in einer Kakao-Kooperative in der Elfenbeinküste oder eine Umstellung des Reisanbaus in Thailand, damit dieser künftig klimaverträglicher wird, schreibt die Detailhändlerin in einer Mitteilung vom Freitag.
Beim Check-Out auf Migros Online können die Kunden per Mausklick die durch den Einkauf verursachten CO2-Emissionen kompensieren. Nach Einführung des Pilotprojekts auf Migros Online soll zu einem späteren Zeitpunkt die Funktion auch bei Einkäufen über die App angeboten werden, heisst es weiter.
Von der Produktion bis zur Entsorgung
Die Kompensation auf Migros Online deckt laut Mitteilung alle CO2-Emissionen ab, die durch die Herstellung der Produkte, deren Transport bis in die Verteilerzentralen sowie die Herstellung und Entsorgung der Verpackungsmaterialien entstehen. Bei sogenannten Non-Food-Artikeln fliesst zudem die Entsorgung des Produkts mit in den Preis ein. Die Migros kompensiert bereits heute die Emissionen, die in den Filialen und Betriebszentren sowie beim Transport der Waren vom Logistikzentrum zu den Filialen anfallen. Der Transport des Online-Einkaufs wird von der Post als Lieferpartnerin bereits kompensiert und wird entsprechend nicht ein zweites Mal verrechnet.
Ein Rappen für ein Kilo Bananen
Der Klimabeitrag für ein Produkt ergibt sich aus einer Formel, die Gewicht des Artikels, CO2-Emissionwert je Produktgruppe und Kompensationspreis berücksichtigt. Die Berechnung der CO2-Bilanz geschieht nicht pro Produkt, sondern pro Produktgruppe. Das heisst, dass beispielsweise für alle Äpfel der gleiche Wert gilt. Für jede dieser Produktegruppen haben die Ökobilanzfirma treeze und die Beratungs- und Forschungsfirma Intep eine detaillierte Ökobilanz der gesamten Wertschöpfungskette erhoben. So schlagen beispielsweise 1kg Bananen mit 1 Rappen zu Buche, 1l Milch mit 4 Rappen und 400g Rindfleisch mit 30 Rappen.

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