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Historisch tiefe Weinernte

Die Wetterextreme führten im letzten Jahr zu einer sehr tiefen Weinernte von 61 Millionen Liter.

von pd

Die Weinernte im vergangenen Jahr war die schlechteste seit 1957. Geerntet wurden lediglich 61 Millionen Liter, der Durchschnitt der letzten zehn Jahre beträgt rund 95 Mio. Liter. Frostnächte im April, heftige Niederschläge im Sommer und der Befall der Rebstöcke mit Mehltau hätten schweizweit für massive Ernteausfälle gesorgt, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft BLW in einer Mitteilung. Die Trauben seien aber von interessanter Qualität und versprächen einen knappen, aber feinen Jahrgang.
Das trockene und kalte Wetter im Frühling führte zu einem späten Austrieb und einem deutlich verzögerten Wachstum, heisst es weiter. Im April, der einer der kältesten der letzten 20 Jahre war, führten Frostnächte zu Schäden in den Rebbergen.
Im Sommer verursachten teils heftige Gewitter, Regen, Sturm und Hagel schwere Schäden. Eine schlechte Befruchtung der Blütenstände wegen des kühl-nassen Wetters im Juni und starker Pilzbefall durch Echten und Falschen Mehltau führte zu massiven Ertragseinbussen, die teilweise in Totalausfällen resultierten. Positiv wirkte sich das ideale Spätsommerwetter im September und Oktober auf den Reifeverlauf der verbleibenden Traubenbeeren aus. Die Traubenlese fand dennoch in den meisten Regionen etwa zwei Wochen später statt als üblich.