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Deutschland: Schlachttiere werden zur Mangelware

In Deutschland wurden im Januar 4,03 Millionen Schweine geschlachtet. Das waren 393'400 Stück oder 8,9 % weniger als im Vorjahresmonat.

von pd/hps

Laut Daten des deutschen Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm das gesamte Schlachtgewicht wegen der geringeren Schlachtgewichte sogar um 11,5 % auf 435 140 t ab, wie topagrar.de meldet.
Der deutliche Abbau des deutschen Schweinebestandes im vergangenen Jahr um mehr als 9 % werde laut Analysten in den kommenden Monaten weiter zu einem spürbar geringeren Schlachtviehangebot führen. Zum aktuellen Rückgang der Schlachtungen trug gemäss topagrar.de im Januar das kleinere Angebot schlachtreifer Tiere aus dem Ausland bei. Auch die Zahl der in Deutschland zerlegten Schweine aus anderen Staaten der EU nahm gegenüber Januar 2021 um 14,4 % auf 83 300 Stück ab; vor zwei Jahren wurden im gleichen Berichtsmonat noch 274 360 Auslandsschweine verarbeitet. Gleichzeitig ging die bundesweite Anlieferung von Schweinen aus deutschen Ställen in die hiesigen Schlachthäuser um 8,8 % auf 3,95 Millionen zurück.
Auch die Zahl der Rinderschlachtungen nahm im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls ab; diese sank um 16 680 Stück oder 6,6 % auf 237 750 Tiere. Die Rindfleischerzeugung verringerte sich dabei um 7,1 % auf 78 120 t.