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Bundesrat erhöht Zollkontingent für Brotgetreide

Der Bundesrat will das Zollkontingent Brotgetreide um 40 000 Tonnen erhöhen. Die Freigabe von je 20 000 Tonnen erfolgt Anfang Mai und Anfang September

von pd

Um die inländische Nachfrage nach Getreidearten wie Weizen, Roggen oder Dinkel decken zu können, hat der Bundesrat am 30. März 2022 die Erhöhung des Zollkontingents Brotgetreide um 40 000 Tonnen beschlossen, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einer Mitteilung schreibt.
Die Schweizer Getreideernte ist aufgrund des kühlen und nassen Wetters im letzten Jahr deutlich tiefer als im Durchschnitt ausgefallen. Hagel, tiefe Temperaturen und häufige Niederschläge haben die Getreideernte 2021 in der Schweiz und weiten Teilen der Nordhemisphäre mengenmässig und qualitativ negativ beeinflusst. In der Schweiz fiel die Ernte an backfähigem Getreide mit 304 000 Tonnen rund 25 Prozent tiefer aus als in den Vorjahren. Trotz der Reserven aus vorangegangenen Ernten und den Importen innerhalb des ordentlichen Zollkontingents von 70 000 Tonnen decken die verfügbaren Mengen den Bedarf bis zur diesjährigen Ernte nicht. Die Getreidebranche hat daher den Bund ersucht, das Zollkontingent für Brotgetreide vorübergehend zu erhöhen. Im Mittel der Jahre deckt die inländische Produktion den Bedarf zu über 80%.
Der Bundesrat hat mit einer Änderung der Agrareinfuhrverordnung das Zollkontingent Brotgetreide 2022 um 40 000 Tonnen erhöht und die Freigabe von 20 000 Tonnen Anfang Mai und von je 10 000 Tonnen Anfang September und November beschlossen.