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Endress+Hauser erzielt neue Bestmarken

Der Basler Analytik- und Technologiekonzern Endress+Hauser konnte im letzten Jahr Umsatz und Gewinn deutlich steigern.

von pd

Der Analytikanbieter Endress+Hauser erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 2,88 Milliarden Euro, 11,7% mehr als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis EBIT wuchs um 28,8% auf 434 Euro, das Ergebnis nach Steuern um 40% auf 356,8 Mio. Euro.
Endress+Hauser sei auch während der Pandemie ein verlässlicher Partner gewesen, sagte CEO Mathias Altendorf am 5. April vor den Medien. Das Unternehmen habe im letzten Jahr 2,6 Millionen Messgeräte ausgeliefert. Man habe trotz angespannter Beschaffungsmärkte und Logistikketten die Verfügbarkeiten weltweit sichergestellt und mit hoher Termintreue ausgeliefert.
Besonders stark wachsen konnte Endress+Hauser in Asien und Amerika, in Europa sei das Wachstum «solide» gewesen, hiess es. Auch in Afrika konnte das Unternehmen wachsen, im Nahen Osten sei das stark von Öl und Gas abhängige Geschäft zurückgegangen. China hat den Vorsprung als grösster Markt vor den USA und Deutschland vergrössert. Nachholeffekte sorgten 2021 für einen guten Auftragseingang, 5% über dem Umsatzwachstum.
Endress+Hauser investierte im letzten Jahr 213,4 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung, 9,4% mehr als im Vorjahr. Weltweit gab es 258 Erstanmeldungen von Patentämtern. Insgesamt investierte das Unternehmen 192,8 Mio. Euro, unter anderem in neue Gebäude und Anlagen in Reinach BL, in Maulburg, Gerlingen und Waldheim in Deutschland, im Aurangabad in Indien und im chinesischen Suzhou.
Der Ausblick auf das laufende Jahr ist überschattet vom Ukraine-Krieg. Man sei mit einem rekordhohen Auftragsbestand ins Jahr gestartet, hiess es, und habe mit einem hohen einstelligen Wachstum gerechnet. Der Krieg habe alles verändert und treffe viele Gesellschaften in einer Zeit, da die Pandemie noch lange nich überwunden sei.
«Wir werden die Sanktionen in vollem Umfang einhalten», betonte Altendorf. Gleichzeitig stehe man gegenübee Mitarbeitenden und Kunden in Russland in der Verantwortung. Dort arbeiten 182 Menschen im Sales Center. Man wolle Unternehmen wie die Lebensmittelindustrie, Life Sciences oder die Wasser- und Abwasserbranche, die nicht unter die Sanktionen fallen, weiterhin beliefern.