Datum: Branche:

Österreichische Milchwirtschaft: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

In Österreich konnten die Milchverarbeiter Produktepreise nicht im gleichen Mass erhöhen wie die Milchpreis stiegen.

von pd

Die österreichischen Milchverarbeiter konnten ihre Umsätze im letzten Jahr um 3,3% auf 3,05 Milliarden Euro steigern. Die Ertragslage sei allerdings gesunken, hiess es an der Medienkonferenz der Vereinigung der österreichischen Milchverarbeiter VÖM. Das Ergebnis vor Steuern der Milchverarbeiter im Verhältnis zum Umsatz lag im 2021 bei 0,8% (Vorjahr: 1,5%). Erzielte Preissteigerungen bei den Milchprodukten hätten die massiv gestiegenen Kosten in den Molkereien und bei den Landwirten aufgrund der Handelskonzentration im österreichischen Markt nicht oder nur verspätet abdecken können. Die Preise für Milchprodukte seien insgesamt um 3% angestiegen. Die Mitglieder der VÖM verarbeiten 90% der österreichischen Verkehrsmilch.
Der Ukrainekrieg brachte bei den Vorleistungen nun weitere Verschärfungen und Mehrkosten, schreibt die VÖM in ihrer Mitteilung, vor allem Futtermittel hätten sich erneut verteuert. Besonders wichtig für die Milchwirtschaft sei nun die sichere Versorgung mit Gas, das zu 80% aus Russland komme.
Die österreichischen Milchexporte stiegen 2021 um 3,6% auf einen neuen Höchstwert von 1,359 Mrd. Euro. Die Importe nahmen um 0,7% auf 842 Mio. Euro. Beim Käse wurden mit 170’268 Tonnen 9,5% mehr als im Vorjahr exportiert, der Umsatz stieg um 9,6% auf 730,2 Mio. Euro. Importiert wurden 132,848 Tonnen, 1,8% mehr als im Vorjahr, mit einem Umsatz von 529 Mio. Umsatz. Der durchschnittliche Exportpreis betrug 4.29 Euro pro Kilogramm, der durchschnittliche Importpreis 3.98 Euro/kg.