5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

12000 Flaschen pro Stunde

Die Getränkeherstellerin Ramseier hat in Sursee eine neue PET-Abfüllanlage für Weithalsflaschen in Betrieb genommen. Die Firma reagiert damit auf den Boom ihrer frisch gebrühten Eistees.

Die Freude bei CEO Christoph Richli ist gross. (Ramseier)

Es ist ein lärmiges Flaschenballett, das die neue Abfüllanlage in der Abfüllhalle von Ramseier in Sursee aufführt. In einer durchgetakteten Choreografie bläst sie Rohlinge zu PET-Flaschen auf, füllt sie mit «Huus-Tee», verschliesst und etikettiert die Flaschen, schweisst sie mit Schrumpffolie zu Sechserpacks zusammen und packt vier davon auf ein Kartontray, bevor sie auf einem Förderband nach oben zur Palettieranlage gleiten.
Mittendrin steht Ramseier-Chef Christoph Richli und strahlt. 19 Millionen Franken hat Ramseier in die Anlage und die nötige Erweiterung der Halle investiert. Rund ein Jahr dauerte es, die Maschine – eine InnoPET des deutschen Anbieters KHS – aufzustellen, mit den Verpackungsmaschinen des Herstellers Meurer zu verbinden, die Abläufe zu justieren und die Mitarbeiter zu schulen. Seit Mitte Februar läuft die Anlage nun im Dreischichtbetrieb, also rund um die Uhr an fünf Tagen pro Woche.
Flexibler dank kleinerer Kapazität
«Für uns ist das ein Meilenstein», sagte Christoph Richli am Dienstag, als er Journalistinnen und Journalisten die neue Anlage zeigte. 12000 Flaschen schafft sie pro Stunde. «Damit haben wir nach zwei Stunden einen Lastwagen voll.» Abfüllen kann Ramseier auf der neuen Linie ausschliesslich Getränke ohne Kohlensäure in Weithalsflaschen in verschiedenen Grössen, neben Fruchtsäften sind das vor allem die frisch gebrühten Eistees. Diese verkauft Ramseier erfolgreich unter der eigenen Marke «Huus-Tee» oder als Handelsmarken.
Diese Eistees seien in den letzten Jahren stark gewachsen, sagte Richli. Deswegen habe man sich entschieden, eine Abfüllanlage zu kaufen, die speziell auf diese Getränkekategorie zugeschnitten sei. «Im Weithalsbereich gibt es einfach viel mehr Innovation.» Die neue Anlage ersetzt eine 19 Jahre alte, ebenfalls kaltaseptische Abfüllanlage. Diese hatte eine höhere Kapazität. Man habe sich bewusst für eine Anlage mit kleinerer Kapazität entschieden, erklärte Richli. So könne man flexibler auf Kundenwünsche reagieren.
Zudem sei die neue Anlage effizienter: Sie verbraucht 25 Prozent weniger Strom, 60 bis 70 Prozent weniger Dampf und Wasser und auch weniger Reinigungsmittel. «Da der Vor- und Nachlauf kleiner ist, haben wir auch nur noch halb so viel Foodwaste.»
«Stolz auf ihre Maschine»
Rund 900 Quadratmeter beansprucht die neue KHS InnoPET. Um Platz zu machen, hat Ramseier die bestehende Abfüllhalle erweitert. Das erlaubte es, die alte Anlage weiter zu betreiben und parallel dazu die neue Anlage zu installieren. Nun wird die alte Anlage abgebaut.
Pro Schicht arbeiten drei bis vier Angestellte an der neuen Abfüllanlage. «Unsere Leute sind stolz auf ihre neue Maschine und haben Freude, damit zu arbeiten», sagte Richli. Laufend versuche man, zusammen mit den Angestellten die Abläufe zu optimieren, damit die Umrüstung auf neue Formate noch schneller gehe. 30 Minuten dauern aktuelle einfache Umstellungen, grössere zwei bis drei Stunden.
50 Prozent rPET
Neben der neuen Abfülllinie betreibt Ramseier in Sursee eine grosse PET-Ultraclean-Linie für stille und karbonisierte Getränke in Enghalsflaschen, die 22000 Flaschen pro Stunde schafft. Daneben hat es eine Mehrwegglas-Linie (15000 Flaschen/h), zwei Tetrapack-Abfüllanlagen (9000 und 8000 Einheiten pro Stunde) und eine Bag-in-Box-Linie.
Ramseier verwende in seinen PET-Flaschen so viel PET-Rezyklat, wie der Schweizer Markt hergebe, sagte CEO Christoph Richli. «Aktuell hat es in allen unseren PET-Flaschen 50 Prozent rPET.»

Milchwirtschaftliches Museum

Ähnliche Beiträge

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.