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Steigender Milchpreis, steigende Produktionskosten

Angesichts stetig steigender Produktionskosten erwarten die Schweizer Milchproduzenten, dass auch die Milchpreise noch einmal deutlich angehoben werden.

SMP-Präsident Hanspeter Kern

Die Marktlage mit stabilen Milchmengen und konstantem Absatz habe es im letzten Jahr erlaubt, die Milchpreise anzuheben, sagte Hanspeter Kern, Präsident der Schweizer Milchproduzenten SMP, an der Delegiertenversammlung, die zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder vor Ort in Bern stattfand. Der Wermutstropfen sei allerdings, dass auch die Kosten der Produktionsmittel stark gestiegen seien und immer noch steigen würden. Wichtig sei deshalb, dass die Milchpreise nach der Richtpreiserhöhung der Branchenorganisation Milch jetzt am Markt nachhaltig verbessert würden. Erfreulich sei, dass es aus den Sortenorganisationen der grossen Käsesorten Signale für Preiserhöhungen gebe.
Detailhändler und Verarbeiter würden immer neue Label für Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit erfinden, kritisierte Kern. Der zusätzliche Aufwand dafür entstehe aber vor allem auf den Bauernvertrieben. Man nehmen ihn gerne auf sich, wenn er auch abgegolten werde, betonte Kern. Die SMP sei auch bestrebt, die Zusammenhänge in diesen Themen wissenschaftlich korrekt darzustellen und die Menschen zu informieren. Die Milchproduktion werde häufig zu Unrecht angegriffen.
SMP-Direktor Stephan Hagenbuch griff ein paar politische Brennpunkte auf: Die Massentierhaltungsinitiative, die im September zur Abstimmung kommt, die Höhe der Verkäsungszulage, bei der sich die ganze Branche im letzten Jahr für eine Aufstockung der Bundesgelder gewehrt hat, und die vom Bund vorgeschlagene direkte Auszahlung der Verkäsungszulage, gegen die sich die ganze Branche wehrt. Dies würde zwar Transparenz schaffen, sagte Hagenbuch, aber es gäbe einen Preisdruck auf den ganzen Markt und enormen administrativen Zusatzaufwand. Die SMP schlägt stattdessen vor, dass Produzentengruppen die Auszahlung der Verkäsungszulage auf ein gemeinsames Konto verlangen, falls sie befürchten, die Weitergabe der Zulage durch den Milchverarbeiter sei gefährdet.
In Bern wurde als Nachfolgerin des langjährigen Mittellandmilch-Präsidenten Andreas Hitz Sabrina Schlegel aus Bötzberg AG in den Vorstand gewählt. Als Nachfolger von Emilio Bossi, FTPL, wurde Fabio Balmelli aus Savosa TI gewählt. Neuer Suppleant ist Michele Dazio aus Fusio TI.
Die Delegierten stimmten den Marketingbeiträgen für Milch und Käse mit über 98% Stimmanteil zu.

Milchwirtschaftliches Museum

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