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Arla testet DSM-Futterzusatz

Nach FrieslandCampina testet auch Arla Foods einen Futtermittelzusatz von DSM, um Methanemissionen von Milchkühe zu reduzieren.

von pd

Der dänische Molkereikonzern Arla Foods testet in einem Pilotprojekt mit 10’000 Milchkühen in drei Ländern den Futtermittelzusatz Bovaer von Royal DSM. Langjährige Untersuchungen hätten gezeigt, dass mit dem Zusatzstoff der Methanausstoss um rund 30% gesenkt werden könne, teilt Arla mit. Das Tierwohl und die Milchqualität werde damit nicht beeinträchtigt. Das Projekt wird ab Sommer 2022 auf 50 Betrieben in Dänemark, Schweden und Deutschland durchgeführt und soll bei Erfolg im 2023 auf 20’000 Kühe ausgedehnt werden. Bovaer hemmt das Enzym, das die Produktion von Methan im Verdauungstrakt von Kühen anregt. Bovaer wird gemäss DSM in unbedenkliche Bestandteile aufgespalten, die von Natur aus im Magen von Kühen vorkommen.
Arla sieht in der Massnahme einen grossen Hebel: 40% der gesamten Emissionen der Milchbetriebe von Arla Foods seien auf die Verdauung der Kühe zurückzuführen, heisst es weiter.
Vor einem Monat hatte DSM bereits kommuniziert, dass FrieslandCampina als erstes europäisches Unternehmen Bovaer testet. Bovaer wurde Anfang 2022 in der EU zugelassen.