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Deutschland: Butterpreise steigen ungebremst

Die Preissteigerungen bei Molkereiprodukten setzen sich ungebremst fort. Besonders spürbar wird dies momentan bei Butter.

von pd/hps

Die Butterpreise im deutschen Handel steigen weiter. Deutsche Markenbutter wird laut LZ-net für 2.29 Euro pro 250-Gramm-Paket verkauft, was einer Steigerung von 20 Cent gegenüber dem Vormonat entspricht. Die grossen Hersteller würden weiter an der Preisschraube drehen, dabei werde Markenbutter wie Meggle, Weihenstephan und Kerrygold inzwischen für 3.19 bis 3.39 Euro verkauft. Dies sei ein bis vor Kurzem kaum für möglich gehaltenes Preisniveau, so LZ-net.
Zwar notierte der Preis an der süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten vor einer Woche pro Kilogramm Butter zwischen 7.05 und 7.28 Euro und die Börse beurteilte die Nachfrage als «normal». Doch Beobachter gehen nicht davon aus, dass die Preisspirale vor dem Hintergrund steigender Kosten für Energie und Rohstoffe an Dynamik verliere. Die Milchproduzenten würden den Druck auf den Handel erhöhen, um ihre Kostensteigerungen in Form höherer Preise an die Verbraucher weiterzugeben.
So habe die Molkerei Gropper flexible Lösungen und Kontrakte mit kürzeren Laufzeiten von drei bis vier Monaten gefordert, wie LZ-net schreibt. Andere Hersteller wie die Molkerei Berchtesgadener Land würden ausserdem nicht davor zurückschrecken, die Konsumenten stärker zu belasten, schreibt LZ-net weiter. Dennoch hätten die neuen Preise an den Ladenregalen die Verbraucher bislang nicht davon abgehalten, abgepackte Butter zu kaufen.
Dass die Molkereien die Konsumenten stärker belasten wollen, weist die Molkerei Berchtesgadener Land gegenüber foodaktuell.ch entschieden zurück. Im Gegenteil: Die Preise für Butter und Milch des Premiumherstellers sollen nicht in Dimensionen steigen, die der langjährigen Stammkundschaft die Möglichkeit nehmen würden, ihre Milch und Butter einzukaufen, sagt der Geschäftsführer der Molkerei, Bernhard Pointner. Es sei dem Unternehmen ein Anliegen, dass Stammkundinnen und -kunden nicht aus rein finanziellen Gründen auf die Berchtesgadener Produkte verzichten müssten. Fairness gelte auch gegenüber der Kundschaft, wie der Geschäftsführer am Rande der Generalversammlung vom 26. April laut Mitteilung erklärte. (GV Berchtesgadener Land)
Die Molkerei Berchtesgadener Land führt gemäss eigenen Angaben seit Jahren die Milchpreistabelle an. Als Genossenschaft sei ein fairer Milchauszahlungspreis für die Landwirtinnen und Landwirte das Basisziel.