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Nachfrage nach Raclette du Valais AOP steigt weiterhin

Die Nachfrage nach Walliser Raclette AOP ist letztes Jahr stärker gewachsen als die Produktion. Mit einer Richtpreiserhöhung ab Sommer reagiert die Sortenorganisation auf die Teuerung.

von pd/mos

(zVg)
Mit 2065 Tonnen wurde 2021 erstmals die 2000-Tonnenmarke bei der Produktion von Raclette du Valais AOP geknackt. Im Vergleich zu 2020 wurde die Produktion von Raclette du Valais AOP um 251 Tonnen (+13,8%) erhöht, wie die Sortenorganisation in einer Mitteilung schreibt. Stärker als die Produktion wuchs die Nachfrage. Die Lagerbestände waren Ende Dezember 2021 so tief, dass teilweise Lieferengpässe bestanden.
Wie die gesamte Käsebranche ist auch die Produktion und Reifung von Walliser Raclettekäse von den gestiegenen Kosten für Futtermittel, Maschinen, Energie, Transportkosten, Logistik und Konfektionierung betroffen. Die Delegierten der Sortenorganisation haben deshalb an ihrer Versammlung vom 10. Mai eine Erhöhung der Richtpreise von fünf Rappen pro Kilogramm Milch und 90 Rappen pro Kilo Käse (ab Affineur) ab Sommer 2022 genehmigt.
Ausserdem stimmten die Delegierten für eine zusätzliche Werbeabgabe von 15 Rappen pro Kilogramm Käse (je fünf Rappen für Milchproduzenten, Käser und Affineure). Damit erhält die Sortenorganisation pro Jahr rund 300’000 Franken mehr, um die Absatzförderung und die Kommunikation national und international zu verstärken. Bislang betrug das Marketingbudget rund 1,2 Millionen Franken. Mit neu insgesamt 54 Rappen pro Kilogramm Käse sei die Werbeabgabe beim Walliser Raclette AOP im Branchenvergleich immer noch «sehr bescheiden», erklärte Geschäftsführer Urs Guntern auf Anfrage.