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Barry Callebaut hat Fabrik im britischen Moreton geschlossen

Barry Callebaut hat den Betrieb seiner Fabrik im britischen Moreton eingestellt. Das Unternehmen hatte im April die mögliche Schliessung des Standorts angekündigt.

von awp/sda

(Symbolbild Barry Callebaut)
«Nach Ende des Konsultationsprozesses haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, die Fabrik in Moreton am 31. Mai zu schliessen», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Zuvor hatte die BBC darüber berichtet.
Von der Schliessung der Schokoladenfabrik sind 45 Festangestellte und 19 Leiharbeiter betroffen. 62 von ihnen verlieren ihre Stelle, zwei werden am Standort in Chester weiterbeschäftigt, wie der Sprecher weiter sagte.
Barry Callebaut hatte die Fabrik 2019 von Burton’s Biscuit übernommen und mit den Vorbesitzern eine Liefervereinbarung für mehr als 12’000 Tonnen Schokolade jährlich getroffen. Diese Liefervereinbarung bleibt gemäss dem Sprecher bestehen. Sie wird künftig allerdings von anderen Standorten in Grossbritannien übernommen.
Grund für die Schliessung ist ein Rückgang der lokalen Nachfrage. «Dazu kamen Einschränkungen bei der Ausstattung und dem Betrieb der 40 Jahre alten Anlagen in Moreton. Beides liess eine effizienten Betrieb nicht mehr zu», so der Sprecher.
Barry Callebaut betreibt in Grossbritannien ein Chocolate Academy Center und als Hauptstandort in Grossbritannien eine Schokoladenfabrik in Banbury. Daneben hat das Unternehmen noch einen Standort in Chester.
Damit verfüge man «über ein starkes Fundament für Wachstum in Grossbritannien, einem der volumenmässig wichtigsten Schokoladenmärkte in Europa». Grossbritannien bleibe für Barry Callebaut auch in Zukunft ein Markt, in den man investieren werde, versicherte der Sprecher.