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Bund erhöht Zollkontingent für Brotgetreide erneut

Nach der schlechten Ernte 2021 fehlt es in der Schweiz an Brotgetreide wie Weizen, Roggen oder Dinkel. Der Bundesrat hat deshalb das Zollkontingent Brotgetreide um weitere 20'000 Tonnen erhöht.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Der Bundesrat hat am 10. Juni das Zollkontingent Brotgetreide 2022 um weitere 20’000 Tonnen erhöht, davon können je 10’000 Tonnen ab Anfang September und November importiert werden. Die Änderung tritt am 1. Juli 2022 in Kraft, wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt.
Damit erhöht der Bundesrat das Zollkontingent für Import-Brotgetreide bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Per 1. Mai stockte er es auf Ersuchen der Getreidebranche um 40’000 Tonnen auf (foodaktuell berichtete). Das ordentliche Zollkontingent beträgt 70’000 Tonnen.
Der Bundesrat reagiert mit den beiden Aufstockungen auf die schlechte Brotgetreideernte 2021. Wegen nassem und kühlem Wetter fiel sie mit 304’000 Tonnen rund 25 Prozent tiefer aus als in den Vorjahren.