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Primavera begrüsst Bericht zur Agrarpolitik

«Ausgewogen und gelungen» findet der Branchenverband Primavera den Bericht des Bundesrates zur Agrarpolitik. Bei der Umsetzung brauche es aber noch Justierungen.

von pd

(zVg)
«Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum»: Diese Vision hat der Bundesrat in seinem Bericht zur zukünftigen Ausrichtung der Agrarpolitik formuliert, den er am 22. Juni verabschiedet hat (foodaktuell berichtete). Der Bundesrat gehe damit in die richtige Richtung, schreibt Primavera, der Verband der Lebensmittelindustrie der ersten Verarbeitungsstufe in einer Mitteilung.
So anerkenne der Bundesrat, dass der lebensmittelverarbeitende Sektor heterogen aufgestellt sei und so vor unterschiedlichen Herausforderungen stehe. Relevant sei dabei insbesondere die Unterscheidung zwischen den binnenmarktorientierten und exportorientierten Branchen. Während die hohen Rohstoffpreise fu?r die exportorientierten Branchen eine grosse Herausforderung darsteltlen und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten verringerten, seien die Verarbeitungsbetriebe der ersten Stufe auf Zölle angewiesen, die nicht nur die landwirtschaftlichen Produzenten schu?tzen, sondern auch die Industrie, heisst es in der Mitteilung
Weiter anerkenne der Bundesrat die Notwendigkeit, nicht nur die landwirtschaftlich nutzbare Fläche in der Schweiz qualitativ und quantitativ zu erhalten, sondern die vorhandene Ackerfläche vermehrt dem Anbau von Kulturen zur direkten menschlichen Ernährung wieBrotgetreide, Kartoffeln, Zuckerru?ben, Ölsaaten und Gemu?se zu widmen. Genau darauf ziele auch das Engagement von Primavera ab.
Kritik übt der Verband dagegen am vorgeschlagenen Mittel der «Ausrichtung auf eine gemeinsame Qualitätspositionierung der Lebensmittel mit Schweizer Herkunft sowie die Nutzung von Potenzialen zur Kostensenkung» zur Abfederung eines möglichen Abbaus des Grenzschutzes im Bereich der Grundnahrungsmittel. Schweizer Herkunft lasse sich im Bereich dieser Commodities kaum (preislich) abbilden, heisst es in der Mitteilung.