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Valora soll von mexikanischer Femsa übernommen werden

Der Kiosk- und Convenience-Konzern Valora hat von der mexikanischen Handels- und Getränkekette Femsa ein Kaufangebot erhalten.

von pd

Der mexikanische Detailhandels- und Getränkekonzern Fomente Economico Mexicano (Femsa) hat ein Übernahmeangebot für den Kioskbetrieber und Convenience-Anbieter Valora gemacht. Dies teilte Valora am 5. Juli mit. Das Angebot von 260 Franken pro Aktie entspricht gemäss Valora einer Prämie von 57,3% gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittspreis der letzten 60 Handelstage und von 52,0% auf den Schlusskurs der Valora-Aktie am 4. Juli 2022. Der Kaufpreis beträgt so bis zu 1,1 Milliarden Franken. Der Valora-Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionärinnen und Aktionären einstimmige die Annahme des Angebots. Der grösste Einzelaktionär Ernst Peter Ditsch mit 17% der Aktien unterstützt das Angebot auch.
Femsa ist an der New Yorker Börse und an der mexikanischen Börse kotiert und betreibt eine grosse Convenience-Shop-Kette in Mexiko und Lateinamerika. Ferner ist Femsa einer der grössten Franchise-Abfüller für Coca-Cola und zweitgrösster Aktionär der Heineken-Gruppe.
Mit Valora will Femsa in den europäischen Markt einsteigen. Valora soll als europäische Detailhandelstochter von Femsa weiterhin unter eigenem Namen geschäften und den Hauptsitz in Muttenz behalten. «Die Zusammenarbeit von Femsa und Valora schafft einen neuen, kompetitiven Player im europäischen Convenience Store- und Food Service-Markt für eine immer mobilere und digitaler agierende Kundschaft». schreibt Valora.
Valora betreibt Läden unter den Marken k kiosk und Press&Books und avec, aber auch Convenience-Angebote wie BackWerk, Brezelkönig, Caffé Spectacolo oder Frittenwerk.