5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 125.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Deutscher Lebensmittelverband: «Grösste Krise seit 70 Jahren»

Bei einem Gasmangel dürften nicht einzelne Sparten der Lebensmittelproduktion bevorzugt werden, fordert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des deutschen Lebensmittelverbandes. Die gesamte Branche sei systemrelevant.

Ernteausfälle, Lieferengpässe durch Corona, Krieg in der Ukraine, mögliche Gasknappheit: «Wir befinden uns in der größten Krise seit 70 Jahren», sagte Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbandes Deutschland und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, in einem Interview mit der «Heilbronner Stimme». «Und alle sind betroffen, die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette, Logistik und Transport, Zulieferbranchen, Verpackungsindustrie.»
Ganze Branche ist systemrelevant
Angesichts einer möglichen Gasknappheit im Winter forderte Minhoff von der deutschen Bundesregierung «dringend einen funktionierenden Plan für eine stabile Energieversorgung». Entschieden wehrte sich Minhoff gegen Überlegungen, bei einer Gasknappheit bestimmte Lebensmittelhersteller - etwa Produzenten von Grundnahrungsmitteln - zu bevorzugen und anderen das Gas abzustellen. «Die Debatte über Systemrelevanz im Lebensmittelbereich ist unsäglich», sagte er im Interview. «Ich möchte der Politik dringend davon abraten, so massiv in den Markt einzugreifen und die Verbraucher dahingehend zu bevormunden, dass der Staat entscheidet, was wir noch essen dürfen und was nicht und dass der Staat entscheidet, wer weiter arbeiten darf und wer seinen Job verliert.»
Der ganze Sektor sei systemrelevant und müsse entsprechend bedacht werden. «Anstatt also zu überlegen, wer eine Energieversorgung verdient hat und damit auch überleben kann und wer nicht, sollte sich die Oberen endlich darum kümmern, dass sich diese Frage gar nicht stellt, weil wir genügend Gas zur Verfügung haben werden», so Minhoff.
Letztlich gehe es nicht nur um gewisse Produkte, die aus den Regalen verschwinden könnten, sondern um Arbeitsplätze. In der Lebensmittelbranche würden über fünf Millionen Menschen arbeiten. «Ich will nicht, dass auch nur einer von denen wegen einer nicht funktionierenden politischen Strategie um seinen Job fürchten muss», so Minhoff.

Eigenwerbung Newsletter Eigenwerbung Newsletter

Ähnliche Beiträge

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.