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Europäisches Gericht soll Emmentaler besser schützen

Die Sortenorganisation Emmentaler will, dass echter Schweizer Emmentalerkäse im Ausland besser vor Nachahmungen geschützt ist. Dafür geht sie bis vor das Europäische Gericht (EuG).

Das berichtete die «NZZ am Sonntag». Das Europäische Gericht ist Teil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Der Grund für die Klage: Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum hatte entschieden, dass Emmentaler bloss eine Gattung Käse bezeichne - quasi den Hartkäse mit den Löchern - und nicht die geografische Herkunft eines bestimmten Produkts. Dagegen hatte die Sortenorganisation Anfang 2021 Klage eingereicht. Laut Alfred Rufer, Vizedirektor der Sortenorganisation Emmentaler, sollen die Verhandlungen vor den europäischen Richtern im September beginnen, wie es in dem Artikel heisst.
Mit der Klage will die Sortenorganisation erreichen, dass nur echter Schweizer Emmentaler als «Emmentaler» bezeichnet werden darf. Alle übrigen Varianten sollen im Namen ihren tatsächlichen Herkunftsort tragen müssen. «Und zwar nicht hinten auf der Etikette im Kleingedruckten», sagte Rufer der Zeitung. «Sondern vorne direkt neben dem Namen – in gleicher Schriftgrösse, Schriftart und Schriftfarbe.» Demnach müsste Emmentalerkäse aus dem Allgäu immer «Allgäuer Emmentaler» heissen. Und jener aus Savoyen «Emmental de Savoie».
Schutz über die Genfer Akte
Die Sortenorganisation verfolgt noch einen zweiten Weg, um die Marke Emmentaler im Ausland besser zu schützen. Letztes Jahr ist die Schweiz der sogenannten Genfer Akte beigetreten (foodaktuell berichtete). Dieser
völkerrechtliche Vertrag erlaubt es Schweizer Produzenten, ihre Ursprungsbezeichnung relativ einfach in verschiedenen Ländern – darunter jenen der EU – gleichzeitig schützen zu lassen. Wie Alfred Rufer gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagte, habe sich Emmentaler dafür eingesetzt, dass der Bundesrat die Genfer Akte rasch ratifiziere. «Weil wir aber nicht wussten, wann das passiert, haben wir auch den Weg über den EuG in Angriff genommen.» Im Januar 2022 hat Emmentaler einen Antrag gestellt, den Käse in die Genfer Akte aufzunehmen (foodaktuell berichtete). Laut dem Bericht findet sich der Antrag gegenwärtig in Prüfung.

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