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Hilft die Teuerung im Kampf gegen Food Waste?

Die gestiegenen Preise führen dazu, dass Konsumenten bewusster mit Lebensmitteln umgehen und weniger Lebensmittel verschwenden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von «Too Good To Go».

von pd/mos

(zVg)
Die Teuerung ist längst auch im Lebensmittelregal angekommen. Zu den am stärksten betroffenen Lebensmitteln gehörten im Juli laut dem Bundesamt für Statistik Teigwaren (+14%), frischer Fisch (+7,4%), Geflügel (+2,5%) oder Getränke wie Mineralwasser (+8,7%), Kaffee (+2,9%) und Bier (+8,4%). Acht von zehn Menschen (80%) spüren derzeit die Auswirkungen der Inflation, wenn sie in der Schweiz Lebensmittel einkaufen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag von «Too Good To Go» im August durchgeführt wurde.
Mehr als die Hälfte (57%) der Befragten ist der Meinung, dass die steigenden Preise ein Problem für ihr aktuelles Budget darstellen. Drei von vier Personen (77%) achten beim Lebensmitteleinkauf jetzt stärker auf Rabatte und Angebote. 60% geben an, mehr auf das Haltbarkeitsdatum zu achten, um weniger Lebensmittel und damit Geld zu verschwenden. Zwei von drei Personen (63%) stimmen zu, dass sie aufgrund der Inflation mehr auf den Wert von Lebensmitteln achten. 85% halten die Reduzierung von Food Waste für eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen.
Chance für bewussteren Konsum
Für Alina Swirski, Country Managerin von Too Good To Go Schweiz, ist diese Situation eine Gelegenheit, durchdacht einzukaufen und bewusster zu konsumieren, wie es in einer Medienmitteilung heisst: «Es ist spannend zu sehen, dass die steigenden Preise einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensmitteln fördern.»
Mit mehr als 5400 Partnerbetrieben in der Schweiz ermöglicht die App Too Good To Go, unverkaufte Lebensmittel in Form von «Überraschungspäckli» für ein Drittel des ursprünglichen Preises zu retten. Seit Juni 2018 wurden so laut eigenen Angaben in der Schweiz fast knapp 6 Millionen Mahlzeiten gerettet.