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Migros-Aare-Chef: Regionale Genossenschaften bleiben

In den Migros-Strukturen gebe es zwar weitere Möglichkeiten für Synergien, sagte Migros-Aare-Chef in «Der Bund». Die regionalen Genossenschaften stünden aber nicht zur Diskussion.

von pd/wy

Reto Sopranetti, der neue Direktor der Migros-Genossenschaft Aare, beurteilt die Migros-Struktur mit regionalen Genossenschaften als weiterhin die richtige. «Die Struktur mit den eigenständigen Genossenschaften entspricht der klaren Absicht unseres Gründers und hat zu einer erfolgreichen Migros geführt», sagte Sopranetti gegenüber «Der Bund». Das föderale System sei nahe am System der Schweiz. «Die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden, aber auch zu den Produzenten und Lieferanten, der grosse Beitrag an die Wertschöpfung in einer Region und die Nähe zum regionalen Geschehen sind erwiesenermassen grosse Vorteile.»
Sopranetti gibt im «Bund» zu, dass es noch Möglichkeiten gebe, um weitere Synergien zu nutzen. Es gebe immer wieder Diskussionen darüber, ob die Strukturen auch für die Zukunft geeignet seien. In welcher Form es Änderungen brauche, könne er aber heute nicht sagen. «Das muss nun sauber in Kooperation von Genossenschaftsbund und Genossenschaften erarbeitet werden.»
Die Migros Aare beschäftigt 11’300 Mitarbeitende und ist umsatzmässig die grösste der zehn Genossenschaften. 2021 erzielte die Migros Aare einen Umsatz von 3,3 Milliarden Franken und einen operativen Gewinn von 6,1 Prozent. Zur aktuellen Gewinnentwicklung äusserte sich Sopranetti nicht. Im Supermarktgeschäft sei man umsatzmässig gut unterwegs. «Die Zahlen liegen fast auf dem Niveau des Vorjahres.» Entscheidend werde das Weihnachtsgeschäft sein. Im Geschäft der Fachmärkte werde die Migros Aare aber die Zahlen des Vorjahres wohl nicht erreichen können.
Im nächsten Jahr will die Migros Aare bis zu fünf neue Voi-Filialen eröffnen und verschiedene Migros-Supermärkte umbauen, wie es weiter heisst. Die Expansion werde trotz des schwierigen gewordenen Umfelds weitergeführt.