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Zwei neue Köpfe im Vorstand von Swiss Granum

Matthias Staehelin von Swissmill und Joseph von Rotz von der Fenaco wurden neu in den Vorstand der Branchenorganisation Swiss Granum gewählt.

von pd/mos

v.l.: Präsident Lorenz Hirt, die beiden neuen Vorstandsmitglieder Matthias Staehelin und Joseph von Rotz und Direktor Stephan Scheuner. (zVg)
Matthias Staehelin ist neu im Vorstand von Swiss Granum, der Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen. Staehelin, Leiter Beschaffung/Behörden bei der Coop-Getreidemühle Swissmill, wurde an der Delegiertenversammlung von Swiss Granum vom Dienstag in Bern für die Amtsdauer bis 2023 in dieses Amt gewählt. Er folgt auf Romeo Sciaranetti, der seit 2010 im Vorstand war.
Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurde Joseph von Rotz, operativer Leiter der Fenaco-Geschäftseinheit Getreide, Ölsaaten und Futtermittel (GOF). Er ersetzt Hansjörg Reiss von der Fenaco, der ein Jahr im Vorstand sass.
Die übrigen statutarischen Geschäfte wurden von den Delegierten diskussionslos und einstimmig genehmigt. Die Rechnung 2021/22 schliesst mit einem Gewinn von rund 124 Franken. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert.
«Phase der Unsicherheit»
Lorenz Hirt, Präsident von Swiss Granum, ging in seiner Eröffnungsrede auf die Versorgungssicherheit und die Stromversorgung ein. «Wir müssen uns auf eine längere Phase der Unsicherheit und erschwerter Beschaffungs- und Vertriebswege einstellen», sagte er. Die Krisenjahre hätten aber auch ihr Gutes. «Davon profitieren natürlich hergestellte Nahrungsmittel mit einer klar definierten, vertrauenserweckenden Herkunft.» Den Konsumentinnen und Konsumenten werde in Erinnerung gerufen, «wie unverzichtbar die hiesige Nahrungsmittelproduktion und damit auch die Wertschöpfungskette Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen für die Sicherheit unserer Landes ist».
Direktor Stephan Scheuner informierte über das vergangene Geschäftsjahr und die Aktualitäten. Die Versorgungsbilanz beim Brotgetreide zeigt dieses Jahr ein positives Saldo. Mit den Lagermengen sowie mit der von swiss granum beantragten Aufteilung der Freigabenmengen des Zollkontingents Brotgetreide könne «Stand heute» eine ausreichende Versorgung bei allen Brotgetreidearten sichergestellt werden. Auch der Ernteübergang fürs Folgejahr sei gewährleistet.
Eine grosse Herausforderung für die Branche sei die praxistaugliche Umsetzung der Absenkpfade Pflanzenschutzmittel und Nährstoffverluste, sagte Scheuner. Die Umsetzung der Absenkpfade war auch Thema an der Qualitätstagung von swiss granum, die direkt nach der DV stattfand. An der Tagung wurde auch die Erntequalitätsresultate für Brotweizen thematisiert und Marktpartner erklärten, wie sie die Versorgungssituation sehen.
Mehr zur Qualitätstagung von Swiss Granum lesen Sie nächstens hier auf foodaktuell.ch.