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Schweinemarkt kann kurzfristig entlastet werden

Es hat zu viele Schweine auf dem Schweizer Markt. Jetzt reagiert die Branche und friert Schweinefleisch ein, um den Markt kurzfristig zu entlasten.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Diese Marktentlastungsmassnahme wurde am 30. November 2022 vom Verwaltungsrat von Proviande an seiner ausserordentlichen Sitzung beschlossen und wird vom Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt, wie Proviande und Suisseporcs in einer Mitteilung schreiben.
Als weitere Massnahme wird der Export von Schweinefleisch in den europäischen Raum organisiert. Die Schlachtbetriebe setzen laut Mitteilung alles daran, so viele Schweine wie möglich vom Markt zu nehmen. Mit einer privatrechtlich organisierten Unterstützung der Verarbeitung von Schweinefleisch für den Export sollen rund 50’000 Schweine vom Schweizer Markt genommen werden. Für die Finanzierung dieses befristeten Geschäftes wird ein Fond gebildet, in den die grössten Schlachtauftraggeber einen Beitrag von 20 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht SG einbezahlen. Handel und Produzenten teilen den Abzug unter sich auf.
Proviande wird als Verwalter dieses Fonds auftreten. Sie wird begleitet von einer paritätischen Kommission mit Vertretern der Produzenten, Verarbeitern und des Handels.
Zugleich sucht die Branche nach langfristigen Lösungen, um den immer wieder auftretenden Schweinezyklus zu brechen. Mit dem Ziel eine, für Produktion, Handel und Verwerter wirtschaftliche Situation zu schaffen, in der Angebot und Nachfrage bestmöglich aufeinander abgestimmt sind, wie es in der Mitteilung weiter heisst.