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Steigende Milchmengen – ansprechende Preise

Die Milchmengen in Deutschland und den Niederlanden steigen. Auch in der Schweiz wurde bis Ende Jahr mehr gemolken. Das Preisniveau liegt dabei in der Schweiz gemäss ZMP-Info seit mehr als 10 Jahren auf einem Höchststand.

von pd/hps

In der EU-27 ist die Milchmenge bis im November 2022 weiter angestiegen. Im Schnitt lag sie rund 2 Prozent höher als im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerungen waren im November in den milchreichen Ländern Deutschland, Niederlande und Irland besonders ausgeprägt, wie topagrar schreibt. Auch Anfang des Jahres setze sich der Anstieg der Milchanlieferung zum Beispiel in Deutschland fort. Dort habe sich in der ersten Woche des neuen Jahres, die Milchmenge im Vergleich zur Vorwoche um 1,6 % erhöht und der Vorsprung zur Vorjahreslinie sei auf 4,2 % gewachsen.
Auch die Schweizer Milchproduktion lag im November bei 1,4 Prozent im Plus. Im Dezember sei die Milchproduktion der ZMP-Lieferanten gar um 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, wie die Genossenschaft Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP in ihrem Infoblatt schreibt. Das Preisniveau sei nach wie vor auf einem Höchststand seit mehr als 10 Jahren. Dank einer Richtpreiserhöhung von 5 Rappen im April 2022 und einem positiven internationalen Umfeld im Sommer (höhere Milchpreise im Ausland und hoher Dollarkurs), seien die Basispreise um 8 Rappen in den Sommermonaten und Ende Jahr 2022 noch um 7 Rappen gegenüber dem Jahresstart höher gelegen. Auch der Biomilchpreis sei gegenüber dem Jahresstart um 9 Rappen höher gelegen, so die ZMP. Trotz der geplanten Milchpreisreduktion um 2 Rappen auf 65 Rappen per 1. Februar, werde auch das Jahr 2023 ein gutes Milchjahr werden, ist die ZMP überzeugt.
Während in der EU die Preise für Butter, Vollmilch- sowie Magermilchpulver und für Schnittkäse Anfang Januar weiter nachgelassen hätten, seien die mittleren Preise in Deutschland für konventionelle Milch ab Hof, hingegen weiter gestiegen, wie topagrar schreibt. Im November  lagen sie bei 60 Eurocents. Im Gegensatz dazu habe der Kieler Rohstoffwert weiter nachgegeben – im Dezember auf 49,5 Cents, was gegenüber seinem Höchststand bereits 20 Cents weniger bedeute.