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Schweizer Qualität wieder höher im Kurs

Drei Viertel der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für Lebensmitztel aus Schweizer Produktion mehr zu bezahlen. Bei tierischeb Produkten akzeptieren sie einen Aufpreis von 25 Prozent. Das geht aus dem neusten AMS-Konsumentenbarometer hervor.

Die Bekanntheit von IP-Suisse ist am stärksten gestiegen.

Quelle: lid

Wie hochwertig schätzen die Schweizerinnen und Schweizer die heimischen Landwirtschaftsprodukte ein? Das Konsumentenbarometer 2024 von Agro-Marketing Suisse (AMS) zeigt auf: Vor allem tierischen Produkten mit Schweizer Herkunft schreiben sie eine höhere Qualität zu als jenen aus dem Ausland. Die grosse Mehrheit, rund 85%, ist der Meinung, die Schweiz halte die Tiere in der Fleischproduktion artgerechter als andere Länder.
Und 76% sind der Überzeugung, die Schweizer Landwirtschaft produziere über alle Zweige gesehen deutlich ökologischer als das Ausland. Beide Faktoren legen um mehr als 5% zu und werden damit signifikant besser bewertet als in der letzten Befragung von 2022. Die ausländische Produktion verliert damit an Zuspruch, was sich auf die Zahlungsbereitschaft auswirkt. Für Schweizer Herkunft sind die Befragten beim Fleisch bereit, 25% und bei Früchten und Gemüse 20% mehr zu bezahlen als für entsprechende ausländische Erzeugnisse.
Nach wie vor positiv, aber gegenüber dem Jahr 2022 leicht rückläufig, nehmen sich die Zustimmungswerte bei Umwelthemen aus. 66% der Befragten finden, die Schweizer Bauernbetriebe fördern die Biodiversität, 59%  gehen von schonendem Umgang mit Ressourcen aus. 53% sind der Meinung, die Betriebe achten darauf, den CO2-Fussabdruck zu reduzieren.
Preissensibilität bei Fleisch und Butter erhöht
Der Warenkorb mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Schweiz wird unterschiedlich teuer bewertet. Aus dem hohlen Bauch heraus befragt schätzen die Konsumentinnen und Konsumenten die Preise für Fleisch und Butter wie schon 2018, 2020 und 2022 tiefer ein als den tatsächlichen Verkaufspreis. Damit ist die Preissensibilität bei Fleisch und Butter besonders hoch, für Preiserhöhungen bleibt kaum Raum. Gegenteilig sieht es bei den Kosten für Milch, Eier und Früchten wie auch Gemüse aus. Die Preise für die Produkte werden wie schon bei vergangenen Befragungen überschätzt. Der Liter Milch wird auf hohe CHF 2.44 veranschlagt, wohingegen der tatsächliche Verkaufspreis lediglich auf CHF 1.63 zu stehen kommt. Gegenüber 2022 hat die Preissensibilität gegenüber der Milch also abgenommen.
Bio Suisse nach wie vor stärkstes Label, IP-Suisse holt auf
Eher wenig Veränderungen ergeben sich bei der Bekanntheit und Wahrnehmung von Qualitätslabels. Die höchste spontane Bekanntheit geniesst mit 25 % nach wie vor Bio Suisse. Das Label geniesst mit 4,66 Punkten auf einer 7-Punkte-Skala nach wie vor die höchste Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig ist es die Marke IP-Suisse, die bei der spontanen Bekanntheit mit neu 22% (2022 noch 20%) am stärksten zugelegt hat.
Das von Agro-Marketing Suisse promotete Label Suisse Garantie erzielt eine logogestützte Bekanntheit von 83% und wird von 6% der Befragten ungestützt spontan als Marke genannt. Aufschlussreich ist, was sie mit Suisse Garantie verbinden. 64% erwarten einen Schweizer Anteil von mindestens 80%, damit das Label seine Berechtigung hat. Die tatsächliche Anforderung liegt bei zusammengesetzten Produkten bei 100%, bei nicht zusammengesetzten Produkten bei 90%. Suisse Garantie garantiert zudem für sorgfältige Tierhaltung, Ökologie, Nachhaltigkeit und regionale Vielfalt. Hingegen stimmen nur 56% der tiergerechten Haltung zu. Aufschlussreich: 61% glauben, Suisse Garantie bedeute auch «frei von Gentech» und übersehen damit, dass in der Schweiz ein Gentechverbot herrscht, also alle landwirtschaftlichen Produkte diese Voraussetzung erfüllen müssen.
Einmal mehr wird deutlich: Die Schweizerinnen und Schweizer sind sich der Preise der Produkte, der Qualitätsanforderungen der Schweizer Landwirtschaft wie auch der Versprechen, die hinter den Labels stehen weniger bewusst, als die Anbieter es sich wünschen oder je nachdem auch fürchten.

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