Bis eine neu gezüchtete Kartoffelsorte auf den Markt kommt, dauert es 12 bis 15 Jahre.
Quelle: Symbolbild Pixabay
Um den Kartoffelanbau nachhaltiger zu machen, hat die Branche in einem vierjährigen Forschungsprojekt den Anbau von robusten Kartoffelsorten genauer untersucht. Das Projekt zeige «vielversprechende Ergebnisse», schreibt die Branchenorganisation Swisspatat in einer Mitteilung. Die Ergebnisse zeigten, dass mit robusten Kartoffelsorten je nach Jahr eine Einsparung von 50 bis 75 Prozent des Fungizideinsatzes möglich ist, ohne dabei das Befallsrisiko für die Kraut- und Knollenfäule zu erhöhen. Gleichzeitig wurde auch die Hitze- und Trockenheitstoleranz der Sorten untersucht. Am Projekt beteiligt waren die Branchenorganisation Swisspatat, die Forschungsanstalt Agroscope sowie die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL).
Zielvereinbarung mit dem Bund
Wegen den positiven Ergebnisse will die Kartoffelbranche den Anbau von robusten Kartoffelsorten fördern. Dazu hat Swisspatat – stellvertretend für die gesamte Schweizer Kartoffelbranche – eine Zielvereinbarung mit dem Bundesamt für Landwirtschaft abgeschlossen. Diese sieht vor, den Anbau von robusten Kartoffelsorten bis im Jahr 2040 auf 80 Prozent der Kartoffelfläche auszudehnen.
Der Zielhorizont für die Etablierung von robusten Kartoffelsorten sei absichtlich weit gefasst, schreibt Swisspatat. Das liegt an der langwierigen Züchtungsarbeit: Bis eine neu gezüchtete Kartoffelsorte auf den Markt kommt, dauere es 12 bis 15 Jahre. Stand heute würden erst wenige Sorten die gewünschten Anforderungen erfordern. Als eine der ersten Massnahmen im Rahmen der Zielvereinbarung soll das abgeschlossene Forschungsprojekt durch ein vierjähriges Nachfolgeprojekt fortgesetzt werden, um die Erkenntnisse zu vertiefen.
Die Resultate des Projektes wurden in einem Film zusammengefasst, der hier zu sehen ist:
https://www.youtube.com/watch?v=i5zXDFtBFJM