Ende November 2024 lag die Schweizer Käseproduktion 3,3 Prozent über der Vorjahresperiode.
Quelle: Symbolbild mos
Im vergangenen Herbst war die Situation auf dem Schweizer Milchmarkt angespannt. Inzwischen habe sich der Markt etwas entspannt, schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) in ihrem aktuellen Marktlagebericht, den sie am Freitag veröffentlichten. Zur Entspannung beigetragen hätten verschiedene Faktoren: So sei die Milchproduktion auf ähnlich tiefem Niveau wie im Vorjahr, aber es sei mehr Käse produziert worden. Zudem würden die Massnahmen der BO Milch zur Stabilisierung des Milchmarkts zu greifen beginnen, so die SMP weiter. Entsprechend zeige die Kurve des Butterlagers derzeit eine Seitwärtsbewegung, üblich für die Jahreszeit wäre eine Aufwärtsbewegung.
3,3 Prozent mehr Käse produziert
Konkret wurden von Januar bis November 2024 3,070 Mio. Tonnen Milch produziert, das sind 0,2 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Biomilch wurde in der selben Zeit 251’889 Tonnen produziert, 0,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Käseproduktion konnte um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr zulegen: Von Januar bis November wurden 188’054 Tonnen produziert.
Zulegen konnten vor allem Industrieware (+2653 t, +42.6%), übrige Frischkäse (+1378 t, +9.3%), Quark (+982 t, +5.6%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / mager, viertelfett (+933 t, +37.4%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / überfett (+834 t, +13.3%), Raclette Suisse (+655 t, +4.2%), Le Gruyère AOP (+642 t, +2.4%) und Appenzeller Käse (+424 t, +6.0%).Den grössten Produktionsrückgang verzeichnen die Kategorien Emmentaler AOP (-1031 t, -8.3%), Mozzarella (-580 t, -2.5%) und Switzerland Swiss (-482 t, -8.6%).
Im November 2024 wurde weniger Milch verbuttert als im Vorjahresmonat. Die Butterproduktion betrug 2257 Tonnen, 6,3 Prozent weniger als im November 2023. Die kumulierte Butterproduktion von Januar bis November 2024 liegt mit 35’357 Tonnen 2,4 Prozent über der Vorjahresperiode. Ende November 2024 lagerten 5280 Tonnen Butter in den Schweizer Tiefkühllager. Dies sind 2659 Tonnen oder 101.4 Prozent mehr als im Vorjahr