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Bioweizen: Protein erhält höhere Bedeutung

Für Bioweizen gilt ab der Ernte 2025 ein neues Proteinzahlungssystem. Damit soll die Produktion von höheren Proteingehalten attraktiver werden.

Im Schweizer Biolandbau werden bereits jetzt nur Sorten der Klasse Top angebaut. Ziel ist es aber auch, den Backwaren möglichst wenig Hilfsstoffe beizugeben. Weil zuletzt ertragsorientierte Sorten mit schlechteren Backeigenschaften gegenüber den traditionellen Bio-Sorten an Marktanteilen gewonnen haben, sei dies nicht immer möglich, wie Bio Suisse in einer Mitteilung schreibt. Für die Verarbeiter gilt erst ein Proteingehalt ab 11,5 Prozent als geeignet. Liegt dieser tiefer, lassen sich die Backeigenschaften auch durch Beimischen hochproteinhaltiger Chargen kaum steigern. Wenn der Proteingehalt unter 13 Prozent liegt, muss üblicherweise Gluten beigemischt werden.
Neu gilt eine Untergrenze von 11 Prozent (bisher 10,6 Prozent). Umgekehrt steigt für die Landwirtschaft mit zunehmender Untergrenze das Deklassierungsrisiko. Insbesondere in herausfordernden Jahren wie 2021. Der neutrale Bereich (keine Zuschläge/Abzüge) wird auf 12,5-12,9 Prozent verkleinert. Damit sollen die unterschiedlichen Proteingehalte besser abgegolten werden können.
Bereits 2024 wurde eine Erhöhung der Untergrenze auf 11 Prozent angekündigt und dafür der Richtpreis um 50 Rp. auf 108 Franken erhöht. Da der Grossteil der Erntemengen im alten, wie auch im neuen strengeren System im Zuschlags- oder Neutralbereich liegt, wirke sich die Proteinzahlung für die Bio-Landwirtschaft insgesamt positiv aus, ist Bio Suisse überzeugt. Es werde aber wichtiger, den Proteingehalt zu beeinflussen und eine an Standort und Düngung angepasste Sorte zu wählen.

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