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USA wollen raschere Verarbeitung in Fleischbetrieben erlauben

Die Trump-Regierung plant, höhere Liniengeschwindigkeiten in US-Fleischbetrieben dauerhaft zu erlauben – trotz anhaltender Kritik von Gewerkschaften und Arbeitsschutzorganisationen.

Die US-Regierung unter Donald Trump will höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten in Geflügel- und Schweinefleischbetrieben dauerhaft zulassen. Wie das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) gemäss Reuters mitteilte, soll ein entsprechendes Verfahren gestartet werden. Betriebe mit Ausnahmegenehmigungen dürfen bereits jetzt bis zu 175 Hühner pro Minute verarbeiten – zuvor lag das Limit bei 140. Auch Schweinebetriebe sollen schneller arbeiten dürfen.
Das Vorhaben ist ein Erfolg für Industrieverbände wie den National Chicken Council, ruft jedoch erneut Kritiker auf den Plan: Gewerkschaften und Arbeitsschutzgruppen warnen vor steigenden Gesundheitsrisiken für Arbeiterinnen und Arbeiter, darunter viele Migranten. Studien zeigen ein überdurchschnittlich hohes Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom.
USDA-Daten deuten auf uneinheitliche Effekte hin: In sechs untersuchten Schweinebetrieben waren schnellere Linien teils mit höheren, teils mit geringeren Risiken verbunden. Bei Geflügelbetrieben zeigte sich keine statistisch relevante Verbindung. Dennoch bleibt die Branche unter Druck: 2022 lag die Zahl der Berufskrankheiten in der Fleischverarbeitung sechsmal höher als im Branchendurchschnitt.

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