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Ein neuer Präsident für das Verpackungsinstitut

Das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI hat mit Tobias Leischner einen neuen Präsidenten. 2024 war für das SVI ein schwieriges Jahr.

v.l.n.r.: Rolf Eicher, Jobtalente, Rolf Zimmerli, Proderma, Christine Anert, Vetropack, Roberto Polizzi, der neue Präsident Tobias Leischner, Bourquin.

An der Mitgliederversammlung des Schweizerischen Verpackungsinstituts vom 16. Mai in Olten wurde Tobias Leischner, CEO des Verpackungsherstellers Bourquin, zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Philipp Dubois, der das SVI seit 2011 präsidierte.
Dubois wies in seiner Eröffnungsrede auf die Herausforderungen hin, mit denen sich die Verpackungsbranche konfrontiert sieht. Die Auswirkungen des aktuellen Zollchaos seien noch völlig unklar, sagte er. Die Überregulierung sei ein grosses Thema, die EU verschärfe kontinuierlich ihre Regeln. Mehr Nachhaltigkeit bedeute aber mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung, und das bei unsicheren Märkten: Die Rohstoffe seien teilweise knapp und teuer, die Nachfrage unbeständig. Das SVI bemühe sich, für die Branche ein kompetenter Partner und Dienstleister zu sein - nicht zuletzt beim Thema Fachkräftemangel. So habe die SVI Academy bis heute 192 Packaging Manager ausgebildet.
Andreas Zopfi, Geschäftsführer des SVI, würdigte Philipp Dubois als engagierten und weitsichtigen Präsidenten. Ihm sei es beispielsweise zu verdanken, dass der Bund in der Covid-Krise die Verpackungsindustrie als systemrelevant anerkannt habe.
Das Geschäftsjahr 2024 war für das SVI ein schwieriges. Die schwierige wirtschaftliche Lage in der Branche hatte zur Folge, dass nur wenige Packaging Manager ausgebildet werden konnten, für die Academy sei 2024 das mit Abstand schlechteste Jahr gewesen, sagte Zopfi. Auch beim Swiss Packaging Award sehe man anhand der bescheidenen Beteiligung der Firmen, dass Innovation derzeit nicht die erste Priorität habe. 2024 seien nur 37 Produkte eingereicht worden. Ingesamt bleibe die Branche unter Druck, der Schweizer Detailhandel source vieles im Ausland, das sei insbesondere für kleinere Verpackungshersteller schwierig.
Das SVI habe 2024 viel Medienarbeit gemacht und werde inzwischen eher von den Medien wahrgenommen, sagte Zopfi weiter. Die allgemeine Kritik an Verpackungen sei etwas zurückgegangen. «Es ist wichtig, dass man das Verpackungsbashing durch korrekte Informationen ersetzt.»
In Olten wurden neue Vorstandsmitglieder gewählt: Robert Polizzi, Präsident Verband Schweizer Verpackungs- und Logistikfachleute, Rudolf Zimmerli, Geschäftsleiter Proderma AG und Othmar Wohlhauser, Wipf AG. Sie folgten auf Micaël Müller (Migros Industrie), Hansruedi Schafflützel (Wipf AG) und Patrick Semadeni (Semadeni Group). Die bisherigen Christine Arnet (Vetropack AG) und Rolf Eicher, Inhaber Jobtalente GmbH, wurden im Amt bestätigt.
Ferner stimmte die Mitgliederversammlung einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge um 5% zu.

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