Getreide: Tiefere Erntemenge 2025 erwartet
Swiss Granum erwartet bei der diesjährigen Getreideernte etwas tiefere Erntemengen, weil weniger Brotgetreide angesät wurde. Die Erträge sollen laut dem Branchenverband ähnlich wie in den Vorjahren ausfallen.
Der Branchenverband Swiss Granum hat die zweite Schätzung der voraussichtlichen Mengen an Getreide- und Ölsaaten der Schweiz publiziert. Die aktuellen Schätzungen seien gegenüber der Schätzung im Februar 2025 annähernd gleich geblieben, schreibt Swiss Granum. Für Wintergetreide werde weiterhin mit durchschnittlichen Erträgen gerechnet. Durch die verminderten Flächen erwartet der Verband jedoch etwas tiefere Mengen.
So soll die Erntemenge an backfähigem Brotgetreide 2025 (exkl. Saatgut) mit insgesamt ca. 364‘000 Tonnen leicht unter der Menge des Jahres 2023 liegen. Von dieser Menge sollen rund 39'000 t in Bioqualität anfallen, was einer leichten Steigerung des Biobrotgetreides gegenüber dem Jahr 2023 entspreche, wie es heisst. Bei Dinkel wird eine Menge von 20'000 t erwartet – knapp 10 % weniger als 2023.
Die Ernteschätzung, die auf Durchschnittserträgen der Jahre 2022 und 2023 beruht, sei mit Vorsicht zu geniessen, schreibt Swiss Granum. Viele Getreideproduzenten sehen der Getreideernte 2025 positiv entgegen. Die Bestände seien sehr gut entwickelt und sie rechnen mit guten Erträgen.
Beim Futtergetreide (Futterweizen, Gerste, Triticale, Hafer und Mischel) wird die Menge auf rund 236‘000 t geschätzt. Tiefer als im 2023. Auch hier wegen der gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % tieferen Anbauflächen. Die gesamte Futtergetreideernte (inkl. Körnermais) wird auf knapp 390'000 t prognostiziert, davon 7,3 % in Bioqualität.
Die Ölsaatenernte wird mit insgesamt knapp 105‘000 t um 2,6 % tiefer eingeschätzt als im Jahr 2023. Von dieser Erntemenge entfallen in diesem Jahr 76‘500 t auf die Raps- und 20'800 t auf die Sonnenblumenproduktion. Beim Raps sei ebenfalls ein Flächenrückgang festzustellen, wie Swiss Granum schreibt.