Ab dem 17. Juli füllen sich die Teller statistisch gesehen für den Rest des Jahres ausschliesslich mit Importen.
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Die Schweizer Landwirtschaft produziert noch gut die Hälfte des von der einheimischen Bevölkerung benötigten Essens (Bruttoselbstversorgungsgrad). In den letzten Jahren ging dieser Wert kontinuierlich zurück, hält der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer Mitteilung fest. Unterdessen ist es der sogenannte «Food Overshoot Day» am 17. Juli – der Tag, an dem statistisch gesehen die Inlandversorgung endet.
Ab sofort sei die Schweizer Bevölkerung für den Rest des Jahres auf importierte Lebensmittel angewiesen, um ihren Bedarf zu decken, wie es weiter heisst. Damit gehört die Schweiz zu den grössten Nettoimporteuren der Welt. Deutschland beispielsweise, kann sich mit einem Selbstversorgungsgrad von 88 % bis am 1. November mit selbst produziertem Essen ernähren. Frankreichs Landwirtschaft produziert ausreichend Lebensmittel, um die eigene Bevölkerung komplett zu versorgen.
Ein Bericht des Bundesamtes für Umwelt stellt laut SBV fest, dass mehr als zwei Drittel des konsumbedingten ökologischen Fussabdruckes der Schweiz im Ausland anfällt. Die ausländische Lebensmittelproduktion ist mit einer grösseren ökologischen Belastung verbunden als jene im Inland. Je weniger Essen wir im Inland produzieren, desto mehr sind die natürlichen Ressourcen belastet.