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Algen: Grünes Gold aus dem Meer

Algen sind im Aufschwung. In den letzten 20 Jahren verdreifachte sich die produzierte Menge für die Lebensmittelindustrie. Algen haben aber auch Schattenseiten.

Sie sind klein, grün – und gross im Kommen: Algen erobern weltweit neue Märkte. 2022 wurden laut FAO rund 38 Millionen Tonnen produziert – mehr als dreimal so viel wie im Jahr 2000. Längst sind sie nicht mehr nur Sushi-Zutat, sondern finden sich auch in Pudding, Fruchtgummis oder Kosmetika. Sie verbessern als Zusatzstoffe in Lebensmitteln nicht nur die Textur, sondern tragen auch zur Konservierung und optischen Klarheit von Lebensmitteln bei.
Auch als natürliche Farbstoffe kommen sie zum Einsatz. Als gelierende, verdickende, emulgierende oder stabilisierende Zusatzstoffe eignen sich Agar oder Carrageen für Produkten wie Eiscreme, Pudding oder Fruchtgummis. Weiter sind Algen ebenfalls gesundheitlich spannend: Sie liefern Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine.
Ob Mikroalgen wie Spirulina oder Makroalgen wie Nori: Die Vielfalt ist enorm. Sie wachsen schnell, binden CO2 und benötigen weder Ackerland noch Süsswasser – ein echter Hoffnungsträger für nachhaltige Ernährung. Doch der Boom hat auch Schattenseiten, schreibt der deutsche technische Überwachungsverein (TÜV) in einer Mitteilung. Denn Algen könnten auch Schwermetalle aus belasteten Gewässern aufnehmen. «Anbieter müssen etwa Arsen- oder Quecksilbergehalte exakt analysieren», wie Andreas Daxenberger von TÜV SÜD in der Mitteilung zitiert wird. Denn nur geprüfte Produkte würden eine Zulassung nach der EU-Novel-Food-Verordnung erhalten.
Wegen ihres hohen Jodgehalts ist bei Schilddrüsenerkrankungen aber Vorsicht geboten. Um Transparenz zu schaffen, prüft TÜV SÜD Algenprodukte nach internationalen Standards wie dem IFS. So landen am Ende nur sichere und kontrollierte Algen auf dem Teller – und in der Creme.

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