Lindt wächst stark im ersten Halbjahr
Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat von Januar bis Juni Waren im Wert von 2,3 Milliarden Franken verkauft. Der Umsatz stieg damit um 11,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024.
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Lindt & Sprüngli ist vor allem dank Preiserhöhungen auf Kurs geblieben. Der Gewinn hingegen sank um 13 Prozent auf 189 Mio. Franken. Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat von Januar bis Juni Waren im Wert von 2,3 Milliarden Franken verkauft. Der Umsatz stieg damit um 11,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Der Gewinn hingegen sank um 13 Prozent auf 189 Mio. Franken. Zum Wachstum beigetragen haben vor allem kräftige Preiserhöhungen von 15,8 % zur Kompensation vorübergehend gestiegener Kakaokosten. Zum anderen trieb auch die im Herbst mit grossem Brimborium eingeführten «Dubai-Schokolade» das Geschäft an. Laut dem Unternehmen stützte sich das Wachstum auf alle Regionen.
Absatz in Nordamerika unter Erwartungen
Der Absatz sank mengenmässig leicht, insbesondere in Nordamerika, wo die Konsumentenstimmung gedämpft blieb. Das sogenannte Volumen-/Mixwachstum lag bei -4,6 %.
Im vergangenen Jahr hatte ein positiver Sondereffekt aus einem Rechtsstreit das Ergebnis um 30 Mio. Fr. verbessert. Zudem hatte Lindt damals von Kakao-Lagerbeständen zu einem tieferen Einstandspreis profitiert.
Erwartungen der Analysten nur teilweise erfüllt
Unter dem Strich blieb ein um 13,3 % tieferer Reingewinn von 189 Mio. Fr. Mit den vorgelegten Zahlen hat Lindt die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und dem Wachstum klar übertroffen. Bei den Gewinnzahlen erreichte das Unternehmen die Erwartungen jedoch nicht.
Die Ziele für das laufende Jahr schraubt der Schokoladen-Hersteller hoch. Basierend auf den Preisanpassungen erwartet die Gruppe für 2025 neu eine Steigerung des organischen Wachstums von 9 bis 11% (bisher 7 bis 9%). Die operative Marge soll am unteren Ende einer Bandbreite von 20 bis 40 Basispunkten zulegen. An den mittelfristigen Zielen hält das Unternehmen fest.