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Preisüberwacher Meierhans: «Auch die Händler betreiben Einkaufstourismus»

Die Zollfreigrenze beim Einkaufen im Ausland wurde auf 150 Franken halbiert. Der Preisüberwacher Stefan Meierhans findet das falsch.

Stefan Meierhans.

Quelle: zVg

In der aktuellen Ausgabe der «Handelszeitung» findet sich ein Interview mit Meierhans, der seit 17 Jahren als Preisüberwacher wirkt. In dem Gespräch kommt unter anderem die umstrittene Mehrwertsteuer-Freigrenze zur Sprache. Bis Ende 2024 hatte sie 300 Franken betragen, nun sind es nur noch 150. Manchen Politikern und Politikerinnen sowie Gewerbevertretern ist der Betrag immer noch zu hoch. Erst Anfang Juli war zu lesen, dass SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr den Zollfreibetrag für Auslandseinkäufe bei 50 Franken sieht. So würde das heimische Gewerbe gestärkt, findet sie.
Stefan Meierhans hält von diesem Vorschlag nichts. In der «Handelszeitung» sagt er: «Ich war gegen die Senkung. Ich habe das Gefühl, dass man die Leute einsperren will». Die Stimmung gegen den Einkaufstourismus empfinde er als «zutiefst unliberal». Und: «Was macht ein Warenhaus gross anders als ein Einkaufstourist?» Wenn man das Sortiment in hiesigen Läden betrachte, stammten die wenigsten Produkte aus dem Schächental. Auch die Händler betrieben so Einkaufstourismus, wird Stefan Meierhans zitiert. Man dürfe den Konsumentinnen und Konsumenten keinen Vorwurf machen, wenn sie den Wettbewerb für sich nutzen würden.

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