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Frost in der Türkei treibt Haselnusspreise auf Rekordniveau

Ein Kälteeinbruch in der Türkei hat die Haselnussernte stark geschädigt – die Preise sind seit Jahresbeginn um rund 34 % gestiegen und belasten Schokoladen- und Nusswarenhersteller.

In der Türkei, die rund 60 % der globalen Ernte liefert, hat Frost im April grosse Teile der Sträucher entlang der Schwarzmeerküste beschädigt. Laut der Rohstoffplattform Vesper BV kostet eine Tonne türkischer Haselnusskerne aktuell etwa 9400 Euro – rund 34 % mehr als zu Jahresbeginn. Das Handelshaus Schlüter & Maack spricht seit dem Frost sogar von einem Preisanstieg um 40 %, wie LZ-net schreibt. Zwar konnten Überhänge aus Vorjahren und gute Ernten in anderen Ländern die Ausfälle etwas dämpfen.
Gemäss der Preisvergleichs-App Smhaggle haben sich aber die Konsumentenpreise von beliebten Schokoladen-Nuss-Produkten seit 2022 um 10 % bis 65 % erhöht. Besonders betroffen sind Hersteller wie Ritter Sport oder Lindt & Sprüngli, die neben Haselnüssen auch teuren Kakao einkaufen müssen. Ein ähnlich drastischer Ernteeinbruch hatte sich zuletzt 2014 ereignet. In der Türkei erhöhte die staatliche Getreidebehörde kürzlich den Mindesteinkaufspreis für Haselnüsse um mehr als 50 % in Landeswährung.

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