Derzeit produziert Lindt alle Goldhasen im deutschen Lindt-Werk in Aachen.
Quelle: Lindt
Der Plan würde Investitionen von bis zu 10 Millionen US-Dollar umfassen, um Hasen, Weihnachtsmänner und andere Hohlfiguren aus Schokolade in den USA herzustellen, zitierte die Nachrichtenagentur am Freitag Insider. Diese werden heute im Lindt-Werk im deutschen Aachen produziert, würden also einem Importzoll von 15 Prozent unterliegen.
Lindt & Sprüngli erwäge ausserdem, die Produktion für den kanadischen Markt vom Werk in Boston auf europäische Standorte zu verlagern, um Vergeltungszölle zu vermeiden, die Kanada gegen die USA verhängt habe, schreibt Bloomberg weiter.
Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den konkreten Plänen ab. Lindt & Sprüngli evaluiere aber bereits seit mehreren Jahren, weiter in die Produktionskapazität in den USA zu investieren, sagte ein Mediensprecher zu AWP. Aktuell würden zudem die Kapazitäten am Produktionsstandort in Stratham (New Hampshire) erweitert.
«Unabhängig von den Zöllen sind wir laufend dabei, unsere Produktion und unternehmensinterne Lieferketten effizienter zu gestalten. Dazu gehört auch die Prüfung, welche Produkte an welchen Produktionsstandorten und für welche Märkte herstellt werden», so der Sprecher weiter.
Im ersten Halbjahr hatte Lindt die Preise seiner Schokoladenprodukte im Schnitt um 16 Prozent gesteigert, um die gestiegenen Kakaokosten abzufedern. Die Verkäufe in Nordamerika gingen im ersten Semester leicht zurück. Im Jahr 2024 erzielte Lindt & Sprüngli in den USA einen Umsatz von 843 Millionen US-Dollar. Die USA sind der grösste Schokoladenmarkt der Welt.