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Österreich: Kontroverse zu den Lebensmittelpreisen

In Österreich ist eine Diskussion um hohe Lebensmittelpreise und mögliche Massnahmen dagegen im Gang.

In Österreich ist eine öffentliche Diskussion über staatliche Eingriffe in die Lebensmittelpreise entstanden. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) befürwortete bereits im Juli im ORF angesichts der hohen Inflation solche Eingriffe. Die Inflation sei in Österreich mit 3,5 % im Juli 2025 deutlich höher als in der EU, bei Lebensmittelpreisen sei die Inflation sogar 4,4 %. Aktuelle Preisunterschiede zwischen Österreich und Deutschland seien bis zu 20 %, bei den Grosshandelspreisen sei wohl «etwas faul», fand Marterbauer. Er verwies darauf, dass in Spanien hohe Lebensmittelpreise mit einer Senkung der Mehrwertsteuer erfolgreich bekämpft worden seien.
Für den August meldete das Statistische Amt eine Inflation für Lebensmittel und Getränke von 5,2 %. Danach meldete sich auch der SPÖ-Vizekanzler zu Wort: Lebensmittelpreise müssten notfalls gesetzlich geregelt werden.
Beim Österreichischen Bauernbund stösst dies ebenso auf Widerstand wie beim Detailhandel. Die Bäuerinnen und Bauern seien keine Preistreiber, sie seien selbst Leidtragende an der Teuerung, sagte Georg Strasser, Präsident des Bauernbunds.
Die Detailhändler reagierten mit einem offenen Brief, wie LZ-net berichtet. Staatliche Preiseingriffe würden die Nahversorgung der österreichischen Bevölkerung gefährden. Das habe sich in Ungarn gezeigt, wo ein Preisdeckel zu leeren Regalen, Versorgungsengpässen und hoher Inflation geführt hätte. Unterzeichnet wurde der Brief von Spar, Rewe International, Hofer, Lidl Österreich, MPreis, Unimarkt, Denree Naturkost, 1600 selbstständigen Kaufleuten und dem Handelsverband.
Im Brief wird darauf hingewiesen, dass der Detailhandel nicht Verursacher, sondern selbst Betroffener der Teuerung sei. Die Politik müsse «die Ursachen der Inflation an der Wurzel anpacken». Gefordert wird «leistbare Energie, Verbot territorialer Lieferbeschränkungen, Bürokratieabbau und eine Senkung der Personalkosten.» Insbesondere die internationalen Hersteller werden kritisiert. «Ein wesentlicher Treiber für die höheren Preise internationaler Markenartikel im österreichischen Lebensmittelhandel im Vergleich zu Deutschland sind die territorialen Lieferbeschränkungen globaler Markenartikelkonzerne», heisst es weiter.

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