Ernteschätzung: Mehr Getreide – weniger Raps
Die Getreiderernte 2025 ist gut ausgefallen. Beim Raps wurde hingegen weniger gedroschen, was jedoch auf die Flächenreduktion zurückzuführen ist.
Quelle: zVg
Die Branchenorganisation Swiss granum hat Mitte August eine erste Einschätzung der Ernte 2025 vorgelegt. Grundlage waren Meldungen von 33 Sammelstellen, die 47 % des Marktes für Gerste, 59 % für Brotweizen und 68 % für Raps abdecken. Daraus wurden Hochrechnungen für die gesamte Schweizer Produktion erstellt. Beim Brotweizen schätzt Swiss granum die Erntemenge auf 360’000 bis 380’000 t, was deutlich mehr als im Vorjahr (243’000 t) ist. Ein Grossteil erfüllt laut Swiss granum die Anforderungen als backfähiger Brotweizen. Gegenüber der Mai-Schätzung fällt die Menge höher aus, da die Anbaufläche zunächst zu tief prognostiziert wurde. Angaben zu Roggen und Dinkel sowie zur Backqualität folgen im Herbst.
Bei Gerste (Futter) liegt die Produktion voraussichtlich bei 135’000 bis 145’000 t. Das ist mehr als 2024, aber weniger als 2023. Ursache ist die kleinere Anbaufläche. Die Gerstenernte war zum Erhebungszeitpunkt weitgehend abgeschlossen gewesen. Eine Einschätzung zum Futterweizen steht laut Swiss granum noch aus. Die Rapsernte wird auf 80’000 bis 84’000 t geschätzt und liegt damit etwa auf Niveau von 2023 (82’291 t), aber tiefer als 2024 (91’000 t). Rund ein Drittel dürfte HOLL-Raps sein. Die Flächenreduktion im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich auf die Gesamternte aus.
Ein abschliessendes Urteil zur Ernte 2025 wolle Swiss granum im Oktober vorlegen. Dann sollten die vollständigen Mengen- und Qualitätserhebungen vorliegen.