5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Givaudan-CEO tritt nach zwanzig Jahren an der Spitze ab

Bei dem Aromen- und Duftstoffhersteller kommt es nächstes Jahr zu einem Chefwechsel. Zudem wurden neue Mittelfristziele bis 2030 angekündigt.

Nach über 30 Jahren im Unternehmen und zwei Jahrzehnten an der Spitze wird Gilles Andrier im März 2026 als CEO von Givaudan zurücktreten. Der Verwaltungsrat hat am Mittwoch Christian Stammkoetter, derzeit bei Danone tätig, zu seinem Nachfolger ernannt. Andrier soll derweil Verwaltungsratspräsident werden. Andrier übernahm die Führung von Givaudan Ende 2004. In den darauffolgenden 20 Jahren hat er den Aromen- und Duftstoffhersteller zu einem Weltmarktführer ausgebaut, wie der Genfer Konzern am Mittwoch schrieb.
Unter seiner Leitung hat sich die Zahl der Mitarbeitenden fast verdreifacht – von 5900 auf 16’900. Der Umsatz wuchs in dieser Zeit von 2,7 Mrd. auf 7,4 Mrd. Fr. Gleichzeitig stieg die Marktkapitalisierung von 5,8 Mrd. auf 36,6 Mrd. Fr.
Internationale Expansion
Massgeblich geprägt hat Andrier die internationale Expansion. Givaudan baute seine Präsenz über Regionen, Kundengruppen und Produkte hinweg aus und tätigte über 20 strategische Übernahmen. Damit legte er den Grundstein für das breite Portfolio, das heute von Luxusparfüms bis zu funktionalen Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Getränke reicht.
Verwaltungsratspräsident Calvin Grieder würdigt Andrier als visionären und werteorientierten Leader, der die Kultur und DNA von Givaudan entscheidend geprägt habe. Andrier selbst spricht von einem «Privileg» und einer «Quelle grosser Freude», das Unternehmen über so lange Zeit geführt zu dürfen. Im Zuge der Rochade zieht sich auch Grieder zurück. Er wird an der Generalversammlung im März 2026 nach zwölf Jahren aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Der Verwaltungsrat schlägt vor, dass Andrier zu seinem Nachfolger als Präsident gewählt wird.
Givaudan peilt in neuer Strategieperiode schnelleres Wachstum an
Givaudan hat am Mittwoch die neue Strategie bis 2030 vorgestellt. Der Aromen- und Duftstoffhersteller peilt ein organisches Wachstum über dem Markt, die Stärkung des Kerngeschäfts sowie die Expansion in angrenzende Geschäftsbereiche an.
Im neuen fünfjährigen Strategiezyklus strebt Givaudan ein durchschnittliches organisches Wachstum von 4 bis 6% an, nachdem bisher 4 bis 5% gegolten hatten, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der freie Cashflow soll derweil weiterhin über 12% des Umsatzes betragen. Zudem will das Unternehmen auch künftig aktiv nach Übernahmen suchen, die zu den strategischen Fokusbereichen passen.
Inhaltlich baut die Strategie auf drei Wachstumstreibern auf: Givaudan will die Nähe zu den Kunden erhöhen, die geografische Präsenz in wachstumsstarken Märkten vertiefen und das Portfolio ausweiten. So soll das Angebot bei biotechnologischen Schönheitswirkstoffen, Hautpflege- und Make-up-Lösungen ausgebaut werden, aufbauend auf der Übernahme von B.kolor im Jahr 2024. Im Aromen-Geschäft will der Genfer Konzern seine Position bei Inhaltsstoffen für Tiernahrung sowie bei Produkten für mentales Wohlbefinden, Gewichtskontrolle und Frauengesundheit stärken.
Hohe Innovations-Investitionen
Als zentrale Wachstumsfaktoren nennt Givaudan Investitionen von rund 8% des Umsatzes in Innovationen, insbesondere in grüne Chemie, Biotechnologie sowie Daten- und KI-Kompetenzen. Hinzu kommen die Weiterentwicklung digitaler Lösungen, eine agilere Lieferkette und eine stärkere Fokussierung auf Exzellenz in den Betriebsabläufen.
Bestätigt wurden die bestehenden ESG-Ziele. Diese beinhalten unter anderem eine Geschlechterquote von 50% bei den Führungskräften bis 2030 – per Ende Juni 2025 lag der Frauenanteil bei 33%. Zudem strebt Givaudan die Halbierung der meldepflichtigen Sicherheitsvorfälle bis 2035 an sowie die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Netto-Null-Standard der SBTi.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz