In der Zuckerfabrik Frauenfeld startet die Rübenkampagne am 12. September.
Quelle: Schweizer Zucker AG
Der neue Niedertemperaturtrockner (NTT) in der Zuckerfabrik Frauenfeld wurde letzte Woche eingeweiht und kommt bei der diesjährigen Rübenkampagne erstmals zum Einsatz, die am 12. September startet. Fünf Jahre dauerte die Planung, zwei Jahre wurde gebaut, 137 Firmen waren am Bau der Anlage beteiligt, die 20 Millionen Franken kostete, wie tagblatt.ch berichtet.
Mit dem Niedertemperaturtrockner werden die Zuckerrübenschnitzel, die nach der Extraktion des Zuckers übrig bleiben, bei niedrigen Temperaturen zu haltbarem Trockenfutter verarbeitet. Das Besondere daran: Der Frauenfelder NTT wird nicht mit fossilen Energieträgern betrieben, sondern mit der Abwärme des eigenen Werks. Das sei seines Wissens in Europa einmalig, sagte Hauptprojektleiter Manuel Nobel der Zeitung. Dadurch spart das Werk jährlich 4800 Tonnen C02. Die Anlage schafft es mit einer Maximaltemperatur von 115 Grad Celsius pro Stunde 20 Tonnen Wasser zu verdampfen. Die alte, Erdgas-betriebene Anlage aus dem Jahr 1963 brachte es nur auf 13 Tonnen pro Stunde - trotz einer Heizleistung von 700 Grad Celsius.