Käseexporte in USA sind eingebrochen
Die Schweizer Käseexporte in die USA sind fast ein Viertel tiefer als im Vorjahr. Den Verlust machen insgesamt bislang höhere Exporte nach Europa wett.
Der Gruyère-Export leidet unter den hohen US-Zöllen.
Quelle: Symbolbild mos
Die hohen US-Zölle bremsen die Schweizer Käseexporte in die Vereinigten Staaten spürbar. Im August wurden gerade Mal noch 615 Tonnen Schweizer Käse in die USA exportiert, im August 2024 waren es mehr als doppelt so viel gewesen (1378 Tonnen), wie aus der aktuellen Statistik von TSM Treuhand hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Insgesamt sanken die Käseexporte in die USA in den ersten acht Monaten 2025 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 5674 auf 4329 Tonnen, ein Rückgang von rund 23 Prozent,
Die US-Exporte von Gruyère AOP sanken in den ersten acht Monaten auf 1942 Tonnen, in der Vorjahresperiode waren es noch 2597 Tonnen gewesen. Im August 2025 wurden noch 281 Tonnen Gruyère AOP in die Vereinigten Staaten exportiert, im August 2024 waren es noch 690 Tonnen gewesen. Die Switzerland-Swiss-Exporte gingen in den ersten acht Monaten von 2074 auf 1695 Tonnen zurück.
Trotz dem Einbruch im US-Export sind die Käseexporte insgesamt in den ersten acht Monaten um 2,2 Prozent auf 48’476 Tonnen gestiegen. Höhere Exporte nach Europa konnten die Verluste im US-Geschäft kompensieren. Das gilt allerdings nicht für den Gruyère AOP, hier verzeichnen die Exporte insgesamt ein Minus von 11 Prozent.
Schweiz bleibt Nettoimporteurin
Praktisch gleich stark wie die Exporte sind in den ersten acht Monaten auch die Importe gewachsen (+2,3 Prozent). Importiert wurden 54’399 Tonnen Käse, vor allem Frischkäse und Quark. Die Schweiz bleibt also mengenmässig eine Nettoimporteurin von Käse.