Die Konsumentenorganisation UFC-Que Choisir sagt, Perrier sei behandelt worden und damit kein «natürliches Mineralwasser».
Quelle: Symbolbild Jason Jarrach/Unsplash
«Der Konsument kauft ein Wasser, das als natürlich verkauft wird, obwohl es behandelt wurde», erklärte der Anwalt der Organisation, Alexis Macchetto, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Bereits im Frühjahr hatte die UFC einen Eilantrag gestellt, dessen Verhandlung im Juli aber verschoben wurde. Ziel war damals unter anderem ein Verkaufsstopp sowie die Beendigung der aus ihrer Sicht irreführenden Vermarktung.
Nestlé Waters wies die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen sei «fest entschlossen», die Klage anzufechten, sagte eine Firmensprecherin. Sie betonte, dass das Unternehmen unter behördlicher Kontrolle arbeite. «Unsere Produkte konnten schon immer bedenkenlos konsumiert werden.»
Für Anwalt Macchetto ist das Risiko dennoch offensichtlich, da Nestlé kürzlich 0,2-Mikrometer-Filter durch weniger wirksame 0,45-Mikrometer-Filter ersetzt habe. Laut Radio France stützt sich Nestlé in seiner Verteidigung gerade auf diesen Filterwechsel. Die Klage habe damit «nichts mehr mit ihrer ursprünglichen Form zu tun», da sie sich auf eine mittlerweile veraltete Technologie bezogen habe.