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Milchmarkt unter Druck

Die Preise für Milchpulver und Butter sind in der EU deutlich am Sinken.

Quelle: Symbolbild Daniel Sinoca/Unsplash

Sowohl auf den internationalen als auch auf dem Schweizer Milchmarkt weht ein härterer Wind, schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) in der September-Ausgabe ihres Marktlageberichts. Die Preise für Milchpulver und Butter seien in der EU deutlich am Sinken. In Deutschland habe Butter innert dreier Monate 20 Prozent an Wert eingebüsst.
In der Schweiz lag die Milchproduktion im Juli um 4 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahr, kumuliert von Januar bis Juli liegt die Milchproduktion 0,6 Prozent im Plus. Gleichzeitig beobachte man auf den traditionellen Absatzmärkten – vor allem bei den Sortenkäsen – stagnierende bis abnehmende Verkaufszahlen, so die SMP. Dieser Rückgang könne mit dem steigenden Absatz von Frischkäse und Molkereiprodukten nur teilweise kompensiert werden. «Sollte die Milchproduktion in den kommenden Monaten nicht zurückgehen, drohen auch in der Schweiz rückläufige Marktpreise», heisst es weiter.
Mehr Käse, weniger Butter und Pulver
Die kumulierte Milchverwertung von Januar bis Juli 2025 betrug 514'009 Tonnen Milchäquivalente, die zu Konsummilch, Konsumrahm, Jogurt und übrige Molkereiprodukte inkl. Speiseeis verarbeitet wurden.Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist dies ein Plus von 1,8 Prozent. Käse wurde von Januar bis Juli insgesamt 124’185 Tonnen produziert, 4,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.
Zulegen konnten gemäss Marktlagebericht vor allem übrige Frischkäse (+2507 t, +24,9%), Industrieware (+1671 t, +30,2%), Quark (+1153 t, +9,7%), Le Gruyère AOP (+937 t, +5,2%), «Andere» Halbhart- und Hart-käse / halb- bis vollfett (+494 t, +5,0%) und Emmentaler AOP (+304 t, +4,1%). Den grössten Produktionsrückgang verzeichnen die Kategorien Switzerland Swiss (-732 t, -19,1%), Raclette Suisse (-301 t, -3,1%), Appenzeller Käse (-246 t, -5,0%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / mager, viertelfett (-221 t, -9,6%) und Vacherin Fribourgeois AOP (-192 t, -12,2%).
Butter wurden in den ersten sieben Monaten weniger produziert: Die Produktion ging um 5 Prozent auf 24’592 Tonnen zurück. Ende Juli 2025 lagerten 5996 Tonnen Butter in den Schweizer Tiefkühllager. Dies sind 2019 Tonnen oder rund ein Viertel  weniger als im Vorjahr.
Auch die Produktion von Magermilch- und Vollmilchpulver war rückläufig (-9,6 bzw. -2,8 Prozent).

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