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Pflanzenbasierter Ersatz für Titandioxid

Oterra und das Schweizer Start-up Seprify lancieren gemeinsam einen natürlichen Weissfarbstoff auf Zellulosebasis, der Titandioxid in Lebensmitteln ersetzen soll – mit weniger CO2 und breitem Anwendungsspektrum.

Der dänische Farbspezialist Oterra und das Schweizer Unternehmen Seprify haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um eine pflanzenbasierte Alternative zu Titandioxid (TiO2) für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu vermarkten. Grundlage ist eine patentierte Technologie von Seprify, die mikrokris­talline Zellulose aus FSC-zertifiziertem Holz zu einem funktionellen Weissfarbstoff verarbeitet.
Die neue Lösung soll laut den Unternehmen in Deckkraft, Helligkeit und Stabilität mit Titandioxid mithalten, dabei aber deutlich nachhaltiger sein: Die CO2-Emissionen bei der Herstellung sind rund 80% geringer. Zudem sei das Produkt hitze-, licht- und pH-stabil, geschmacksneutral, schnell dispergierbar und für Lebensmittel nach EU- und US-Vorgaben zugelassen.
«Während wir bereits natürliche Rohstoffe zur TiO2-Substitution nutzen, erlaubt uns diese neue Quelle, unser Angebot auf mehr Anwendungen auszudehnen», sagt Luc Ganivet, Chief Innovation Officer bei Oterra. Die Partnerschaft sei ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Produktentwicklung.
Seprify-CEO Dr. Lukas Schertel sieht in der Kooperation den Beweis, dass «natürliche Materialien die gleiche Leistung wie Titandioxid bringen können – bei deutlich besserem Nachhaltigkeitsprofil». Erste Anwendungstests laufen in über 15 Lebensmittelkategorien; die Lösung ist ab sofort für Kundentests verfügbar.

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