Im Chocolate Application Center von Bühler in Uzwil wurden die Kakaoalternativen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.
Der Ostschweizer Technologiekonzern Bühler hat die Gewinner der New Chocolate Challenge gekürt: Die drei Unternehmen Foreverland Foods, Green Spot Technologies und Kawa Project überzeugten mit neuartigen Kakaoalternativen, wie Bühler mitteilt. Das Innovationsprogramm New Chocolate Challenge soll die Entwicklung und Industrialisierung von Kakao-Ersatzstoffen vorantreiben, die schokoladenähnlichen Geschmack und Textur liefern.
Die drei prämierten Start-ups verfolgen unterschiedliche Ansätze: Das italienische Start-up
Foreverland Foods setzt auf klimaresiliente Pflanzen wie Johannisbrotbaum, Kürbiskerne oder Kichererbsen, die in einem patentierten Prozess fermentiert und geröstet werden und so Schokoladen-Aromen entwickeln.
Green Spot Technologies aus Frankreich fermentiert Traubenschalen aus der Weinproduktion und Ackerbohnenfasern zu einer Kakaoalternative, und
Kawa Project aus den USA gewinnt Schokoladenalternativen aus Kaffeesatz.
Nach einer globalen Ausschreibung im August 2025 testeten Bühler-Expertinnen und -Experten sowie Branchenpartner aus der Schokoladenindustrie Prototypen der Finalistenprodukte im Chocolate Application Center in Uzwil, um einen Weg für ein marktfähiges Produkt vom Labor- bis zum industriellen Massstab zu finden. Dabei wurde unter anderem geprüft, welche Auswirkungen neuartige Inhaltsstoffe auf den Produktionsprozess haben, ob vorhandene Kakao-Anlagen genutzt werden können und welche Anpassungen erforderlich sind. Die Ergebnisse wurden bei einem Tasting-Event in Chicago vorgestellt.
Die Gewinner arbeiten nun an der weiteren Skalierung und Industrialisierung ihrer Lösungen.