BO Milch will weitere Butterexporte
Die Branchenorganisation Milch will zur Entlastung des Schweizer Milchmarkts weiter Butter exportieren. Der A-Richtpreis bleibt vorerst unverändert.
Es wird viel Milch in die Molkereien gebracht. Seit April 2025 steigen die Milchanlieferungen deutlich, was hohe Butterbestände zur Folge hat. Anfang November stieg das Butterlager laut der BO Milch auf 4899 Tonnen. Trotz etwas besserer Perspektiven im USA-Export bleibe vor allem der Bereich Milchfett angespannt, wie die Organisation in ihrer Medienmitteilung schreibt.
Exportstützung ausgeweitet
Jetzt sollen zu den bisher bewilligten Mengen weitere 1530 Tonnen Butter für den Export freigegeben werden. Damit umfasse die Exportstützung insgesamt eine Menge von 3530 Tonnen Butter und 2000 t Rahm. Dieser Export werde aus dem Fonds Regulierung bezahlt und gelte für Exporte bis zum 30. Juni 2026, heisst es weiter. Ausserdem muss die Butter aus C-Milch hergestellt sein. Damit ist laut BO Milch gewährleistet, dass die Milchproduzenten Transparenz darüber haben, welches ihr Anteil an der Marktentlastung ist. Und die Milchkäufer müssen ihnen die Wahl lassen, ob sie die Milch produzieren oder darauf verzichten.
A-Richtpreis unverändert
Weiter beschloss die BO Milch den A-Richtpreis bis und mit Januar 2026 unverändert zu belassen. Der Vorstand werde in einer ausserordentlichen Sitzung Mitte Dezember die Diskussion fortsetzen und dann den Richtpreis ab Februar 2026 festlegen.