5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Tierische Lebensmittel halten PFAS-Höchstwerte fast ausnahmslos ein

Eine schweizweite Untersuchung von rund 1200 tierischen Lebensmitteln zeigt: Die Höchst- und Richtwerte für PFAS werden kaum überschritten. Die Ewigkeitschemikalien sind jedoch in allen Produktkategorien in geringen Mengen nachweisbar.

Auch eine Hühnerei-Probe aus der Schweiz überschritt den PFAS-Höchstwert.

Quelle: Symbolbild Pixabay

Seit 2024 gelten in der Schweiz Höchstwerte für die sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS in Fleisch, Eier und Fisch. Eine breite Studie aus der Schweiz zeigt nun: Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Fisch halten die gesetzlichen Höchstwerte weitgehend ein. Allerdings sind PFAS weit verbreitet und in allen Lebensmittelkategorien in geringen Konzentrationen nachweisbar. Für die Studie hat der Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz (VKCS) total 889 Proben erhoben, davon 401 Fleischproben, 282 Eierproben und 206 Fischproben. 70 Prozent der Produkte stammten aus der Schweiz, 30 Prozent waren Importwaren.
Lediglich sieben Proben überschritten den geltenden Höchstwert, das sind 0,8 Prozent. Bei fünf dieser Proben handelte es sich um Rindfleisch, bei einer um Hühnereier und bei einer weiteren um Fisch, wie der VKCS mitteilt. Alle beanstandeten Produkte stammten aus der Schweiz. Die nicht konformen Proben haben die Kantonschemiker beanstandet und Massnahmen angeordnet. Dazu gehören etwa der Verkaufsstopp der entsprechenden Produkte und die Abklärung der Ursachen der Kontamination.
Zusätzlich hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 276 Milch- und Milchprodukte auf PFAS geprüft. Derzeit gibt es in der EU und der Schweiz keine Höchstwerte für PFAS in Milchprodukten. Die Schweiz orientiert sich aber an Richtlinien der EU. Das BLV hat 86 Milchproben, 131 Käseproben (90 aus der Schweiz, 41 aus der EU), 20 Butterproben, 20 Rahmproben und 19 Joghurtproben untersucht. In allen Milchprodukten waren verschiedene PFAS-Verbindungen nachweisbar. Zwei der analysierten Milchproben sowie eine Joghurtprobe überschritten den in der EU-Empfehlung 2022/1431 festgelegten Richtwert.
Aufnahme über Futter
Die PFAS gelangen über belastete Böden und/oder belastetes Futter in die tierischen Lebensmittel. So weisen laut der Studie Rindfleisch, Schaffleisch und Wildfleisch eine höhere Belastung mit der PFOS auf; Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) gehört zur PFAS-Gruppe. Die Studienautoren vermuten, dass mit PFAS belastetes Gras und Heu der Grund dafür sein könnten. Dazu brauche es aber weitere Abklärungen. Auch bei den Eiern gelangen PFAS vor allem aufgrund des Futters oder des Wassers der Hühner, sowie über kontaminierte Böden und Gras in die Eier. Bei Eiern von Bio-Hühner, die viel Auslauf haben, wurden mehr positive Proben gefunden.
Das Fazit von BLV und VKCS: Die Schweiz habe kein generelles, flächendeckendes Problem in Bezug auf die Einhaltung der PFAS-Höchstwerte. Es gebe aber lokale PFAS-Belastungen, weshalb künftig mit gewissen Höchstwertüberschreitungen in Lebensmitteln zu rechnen sei. Die Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker wollen deshalb laut Mitteilung weitere Untersuchungen machen.
Verkaufsverbote in St. Gallen und Zug
Verschiedene Kantone untersuchen die PFAS-Belastung in den Lebensmitteln in eigenen Projekten. So hat etwa der Kanton St. Gallen letztes Jahr in einer breit angelegten Untersuchung zahlreiche belastete Flächen entdeckt und einigen Landwirtschaftsbetrieben den Verkauf von Fleisch untersagt (foodaktuell berichtete). Erst vor wenigen Tagen erliess der Kanton Zug ein Verbot: Hecht und Egli aus dem Zugersee dürfen ab sofort nicht mehr als Lebensmittel verkauft oder unentgeltlich abgegeben werden (foodaktuell berichtete).

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz