5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Lancet-Analyse zu UPF: «Starke Vereinfachung von komplexen Themen»

«The Lancet» hat mehrere Studien zu hochverarbeiteten Lebensmitteln veröffentlicht, begleitet von weitreichenden Forderungen nach neuen Abgaben und Einschränkungen. Die Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (Fial) sieht darin «eine starke Vereinfachung von komplexen Themen».

Der Verarbeitungsgrad allein sage «nichts über die gesundheitliche Bewertung eines Produkts aus», schreibt die Fial.

Quelle: Symbolbild Pixabay

Die letzte Woche veröffentlichte Serien im Fachjournal «The Lancet» geht mit hochverarbeitete Lebensmitteln, auf englisch Ultra-processed food (UPF), hart ins Gericht. UPFs machten die Menschen dick und krank. Deshalb brauche es Massnahmen zur Reduzierung der Produktion, Vermarktung und des Konsums von hochverarbeiteten Lebensmitteln, etwa die Besteuerung ungesunder Waren oder Werbeverbote (foodaktuell berichtete).
Die Förderation der Schweizer Nahrungsmittel-Industrien (Fial) sieht die Studien sehr kritisch, wie Karola Krell Zbinden, Leiterin der Fial-Kommission Ernährung, auf Anfrage von foodaktuell schreibt.
Das grundlegende Problem, so Karola Krell Zbinden, sei, dass die verwendete Klassifikation sehr unterschiedliche Produkte in eine einzige Kategorie werfe. «Darunter fallen plötzlich Lebensmittel, die in der Schweiz als Teil einer ausgewogenen Ernährung gelten: von Vollkornprodukten über nährstoffoptimierte Produkte bis hin zu Säuglingsnahrung.» Eine solche Einordnung blende aus, welchen Beitrag moderne Verarbeitung für Sicherheit, Haltbarkeit, Qualität und Verfügbarkeit leiste.
Der Verarbeitungsgrad allein sage «nichts über die gesundheitliche Bewertung eines Produkts aus», so Krell Zbinden weiter. «Die wissenschaftliche Evidenz ist deutlich weniger eindeutig, als es die Lancet-Artikel suggerieren.» Auch die Nova-Klassifikation, die Lebensmittel je nach Verarbeitungsgrad kategorisiert, werde international seit Jahren kontrovers diskutiert. «So berücksichtigt sie zum Beispiel Energiedichte, Nährwertzusammensetzung, Portionsgrössen oder auch die Textur eines Lebensmittels nicht», schreibt Karola Krell Zbinden.
«Es braucht Dialog»
Sie betont zudem, dass die Lebensmittelwirtschaft seit Jahren daran arbeite, Produkte schrittweise an die sich ändernden Wünsche der Konsumentinnen und Konsumenten anzupassen – sei es durch Salz- und/oder Zuckerreduktion, durch Optimierung der Mikronährstoffzusammensetzung oder durch sensorische Innovationen. Es brauche Ernährungsbildung, wissenschaftlich fundierte Bewertungen und einen Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Kärcher - Dezember 2025 Kärcher - Dezember 2025

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz