Tasse Kaffee nähert sich der Fünf-Franken-Marke
Für einen Café crème in einem Schweizer Lokal haben Gäste in diesem Jahr im Schnitt 7 Rappen mehr bezahlt als noch in 2024. Damit ist der Kaffeepreis zum sechsten Mal in Folge gestiegen und nähert sich der Schwelle von 5 Franken.
In einem Café, einer Bäckerei oder einem Restaurant in der Deutschschweiz kostet ein Cafè crème 2025 im Durchschnitt 4,65 Franken. Das sind 7 Rappen mehr im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verband CafetierSuisse am Montag mitteilte. Damit setzt sich der seit langem anhaltende Aufwärtstrend fort. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Cafè Crème insgesamt um 45 Rappen verteuert. Vor 20 Jahren war er sogar ein Franken und 8 Rappen billiger.
Matcha statt Cafè Crème
«Der leichte Rückgang hat mit den neuen Produkten zu tun, die zunehmend die Getränkekarte ergänzen», sagte Hans-Peter Oettli, Präsident von CafetierSuisse, an einer Medienkonferenz. Man beobachte einen leichten Trend weg vom Cafè Crème hin zu Alternativen. Deshalb habe man dieses Jahr erstmals auch den Cappuccino unter die Lupe genommen. Dieser kostet die Gäste im Schnitt 5,37 Franken. Oettli verwies auch auf den Matcha, das aus Japan stammende grüne Teepulver. «Matcha wird vor allem von jüngeren, gesundheitsbewussten Gästen konsumiert, die diesen als Alternative zum klassischen Koffeinkonsum schätzen.»
Café-Sterben geht weiter
«Rund zehn Prozent der 670 von uns befragten Betriebe haben angegeben, vorübergehend oder definitiv geschlossen zu sein», sagte Oettli. Dies verdeutliche, wie angespannt die Lage sei. Und wer nicht ganz schliesse, reduziere oft die Öffnungszeiten. Für das kommende Jahr erwartet er, dass weitere Anpassungen beim Kaffeepreis nötig werden. Der Verband rechnet mit einem vergleichbar hohen Anstieg wie in den vorangegangenen Jahren. «Der Preis wird von den Kosten beeinflusst», sagte Oettli - und fügte immerhin an: «Kaffeesatz lesen kann ich allerdings nicht.»